FCB vs. Borussia Dortmund Bayern gegen BVB: Die sechs Top-Spiele des "Clasico"

Wembley, 25. Mai 2013: Arjen Robben trifft gegen Roman Weidenfeller. Bayern ist Champions-League-Sieger. Foto: sampics/Augenklick

Es gilt als deutscher Clasico, als deutsche Variante des Klassikers zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid. Doch zu einem Top-Duell hat sich das Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund erst in den vergangenen fünf Jahren entwickelt.

 

München - Es war die Saison 2010/2011. Damals besiegte Borussia Dortmund den FC Bayern 2:0 (H) und 3:1 (A) besiegte.  Der Grundstein zum Meistertitel und die Einleitung zu den Klassik-Duiellen zwischen den beiden Vereinen.

Die sechs Top-Spiele beider Mannschaften in den vergangenen Jahren

Die Rutschpartie 28. April 2015, Pokal-Halbfinale:
Robert Lewandowski trifft gegen seinen Ex-Klub (29.), der FC Bayern ist danach bis zum 1:1 durch Pierre-Emerick Aubameyang (75.) überlegen. Arjen Robben kommt (68.) - und muss wieder raus (84.). In der Verlängerung haben die Bayern Chancen zuhauf, scheitern aber an Mitch Langerak, der in der 117. Minute Lewandowski k.o. springt. Dann Elfmeterschießen: Philipp Lahm und Xabi Alonso rutschen aus - vorbei. Auch Mario Götze (Langerak hält) und Manuel Neuer (Pfosten) verschießen. Dortmund gewinnt 3:1 n.E.

Die Kraftanstrengung 17. Mai 2014, Pokal-Finale:
Pep Guardiola überrascht mit einer aus der großen Verletzungsnot geborenen Dreier-Abwehr, in der Javi Martínez als Abräumer und Quarterback überragt. Großer Aufreger: Schiedsrichter Florian Meyer erkennt ein Tor von Mats Hummels nicht an (65., Dante schlägt den Ball erst deutlich hinter der Torlinie weg). In der Verlängerung der enorm kraftraubenden Begegnung treffen die noch immer dauerlaufenden Münchner Angreifer Robben (107.) und Thomas Müller (120.).

Das German Endspiel 25. Mai 2013, Finale der Champions League:
Robben! Ein Mann erlöst sich und den FC Bayern nach den Finalniederlagen 2010 und 2012. Zunächst ist Dortmund besser, Neuer verhindert den Rückstand der Münchner, danach verhindert Roman Weidenfeller Tore der Bayern. Schiedsrichter Nicola Rizzoli lässt schwere Fouls von Franck Ribéry und Dortmunds Lewandowski ungeahndet. Zunächst treffen Mario Mandzukic (60.) und Ilkay Gündogan (68., Foulelfmeter/Dante an Marco Reus, kein Gelb-Rot für Dante!) - und schließlich, in der 89. Minute: Robben!

Die Demütigung 12. Mai 2012, Pokalfinale:
Dortmund holt mit dem fünften Sieg nacheinander gegen den FC Bayern nach der Meisterschaft auch den Pokal - mit einem 5:2! Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sagt nächtens auf dem Bankett: "Man muss klar und deutlich sagen: Das war eine Blamage." Robben (Elfmeter, 25.) gleicht die Führung durch Shinji Kagawa (3.) zwar aus, dann aber erhöhen Hummels (Elfmeter, 41.) und Lewandowski (45., 58.). Ribéry verkürzt nochmal (75.), Lewandowski (81.) legt nach und macht Dortmunds erstes Double perfekt.

Das Meisterstück 11. April 2012, 30. Spieltag der Bundesliga:
Dortmund gewinnt 1:0 - und hat danach sechs Punkte Vorsprung auf den FC Bayern. Zunächst ist der BVB überlegen, dann die Münchner - und schließlich beginnen die bitteren Minuten für Robben: Beim Treffer von Lewandowski (77.) hebt er das Abseits auf; kurz danach holt er einen Elfmeter heraus, wird von Neven Subotic bepöbelt - und scheitert an Weidenfeller (86.); und in der Schlussminute trifft er das leere Tor nicht.

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Die Machtdemonstration 26. Februar 2011, 24. Spieltag der Bundesliga:
Dortmund, ohnehin souveräner Tabellenführer, gewinnt 3:1 in München. Das Spiel ist eine Machtdemonstration. Der FC Bayern gleicht durch Luiz Gustavo (16.) das 0:1 von Lucas Barrios (9.) aus, ist danach aber chancenlos. Götze legt Nuri Sahin (18.) und Hummels (60.) die weiteren Tore auf. Dortmund hat danach 16 Punkte Vorsprung auf die Bayern, die fünf Spieltage später Trainer Louis van Gaal feuern und am Ende gerade noch Platz drei retten.

 

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