FCB-Toptorjäger nominiert Von der Regionalliga in die Nationalmannschaft: Das Wriedt-Wunder

Hat gut Lachen: Kwasi Wriedt wurde vom Regionalliga- zum Nationalspieler befördert. Foto: imago/foto2press

Was für eine Karriere, was für ein kleines Fußballwunder: Eigentlich war die Saison für Kwasi Okyere Wriedt vom FC Bayern schon so gut wie gelaufen: Am Samstag noch ein letztes Regionalliga-Spiel gegen Seligenporten und dann ab in den Urlaub. Doch nun wurde der Amateur in die Nationalmannschaft berufen.

 

München - Es dürfte nicht allzu oft vorkommen, dass Regionalliga-Spieler für die Nationalmannschaft nominiert werden, doch "Otschi" Wriedt wird diese Ehre nun zuteil. Nationaltrainer Kwesi Appiah berief den 23-jährigen gebürtigen Hamburger in die Nationalmannschaft Ghanas. Entsprechend selbstbewusst äußerte sich der Stürmer auch: "Ich bin sehr froh und stolz, für die Nationalmannschaft nominiert worden zu sein. Für mich und besonders für meine Familie bedeutet es sehr viel, mein Heimatland repräsentieren zu können."

Es ist die Krönung einer traumhaften Saison für den Deutsch-Ghanaer: Erst im Sommer 2017 wechselte er vom VfL Osnabrück an die Säbener Straße, feierte noch am Tag seiner Vertragsunterschrift sein Startelf-Debüt in der zweiten Mannschaft und schoss gleich auch noch sein erstes Tor. Es folgten bislang 19 weitere Treffer, womit er der Toptorjäger der Bayern-Amateure ist und in der Torschützen-Rangliste der Regionalliga Bayern aktuell knapp vor Sascha Mölders von den Löwen (19) und knapp hinter Adam Jabiri vom FC Schweinfurt (23) auf dem zweiten Platz steht.

Unter Heynckes spielte Wriedt bei den Profis

Mit seiner Leistung konnte Kwasi Wriedt auch Jupp Heynckes von sich überzeugen. Der beförderte den Stürmer, nachdem er das Traineramt von Carlo Ancelotti übernommen hatte, zum Backup-Spieler für die erste Elf. Am 14. Oktober 2017 stand Wriedt gegen den SC Freiburg erstmals im Kader der FCB-Profis, kam aber noch nicht zum Einsatz. Das änderte sich dann im DFB-Pokal-Krimi gegen RB Leipzig, wo Wriedt in der Verlängerung eingewechselt wurde. Im November kam er dann in der Liga zu seinem zweiten Profi-Einsatz.

Nun stehen als Saisonabschluss noch zwei Länderspiele an: Ghana testet am 30. Mai gegen Japan und am 7. Juni gegen Island. Das märchenhafte Fußball-Jahr des Kwasi Wriedt endet also mit Partien gegen zwei WM-Teilnehmer. Sicherlich kein schlechtes Vorzeichen für das, was von Wriedt in der neuen Saison zu erwarten ist.

 

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