FC Bayern vor Transferoffensive Rummenigge: Das Gesicht der neuen Mannschaft steht

An der Spitze des FC Bayern: Jan-Christian Dreesen (li.) und Karl-Heinz Rummenigge. Foto: imago/Philippe Ruiz

Das neue Gesicht des FC Bayern sei bereits mit zahlreichen jungen Spielern erkennbar, sagt Karl-Heinz Rummenigge. Jetzt muss der zweite Schritt her. Dafür kündigt der Rekordmeister eine große Transferoffensive an.

 

München - Die finanziellen Mittel sind da – nun will der FC Bayern sie auch einsetzen. Für neue Stars, für einen Großangriff auf dem Transfermarkt, wie ihn dieser Verein und die gesamte Bundesliga noch nicht gesehen hat. 200 Millionen Euro für neue Spieler im kommenden Sommer? Durchaus vorstellbar.

"Verein und Aufsichtsrat haben beschlossen, dass wir im nächsten Jahr größer investieren", sagte Präsident Uli Hoeneß am Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung: "Die Bedenken mit den älteren Spielern, die möglicherweise aufhören, sind dann weg (Hier geht's zum Newsblog). Wir haben das Kapital, um jedem Gegner in der Bundesliga und fast auch jedem international Paroli bieten zu können." Na dann: Attacke!

Wohl keine neuen Verträge für Ribéry und Robben

Mit den älteren Spielern, die wohl keine neuen Verträge erhalten werden, meinte Hoeneß vor allem die Vereinslegenden Arjen Robben (34) und Franck Ribéry (35). Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber hatte kürzlich bereits im AZ-Interview das Ende von Robbéry bei Bayern angekündigt. Es müsse "ja etwas getan werden, wenn die beiden Großen, Franck Ribéry und Arjen Robben, nach zehn Jahren überragender Präsenz und Prägung des FC Bayern im Sommer 2019 ausscheiden", so Stoiber.

Nun wird es eine Abschiedstournee bis Mai des kommenden Jahres – Servus sagten die Bayern-Bosse aber irgendwie schon am Freitag. "Das Duo Robbéry bekommt ein eigenes Kapitel im Geschichtsbuch des FC Bayern", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. (Lesen Sie dazu auch: Oldies beim FC Bayern - Was wird aus Robben und Ribéry?)

Rummenigge will "Gesicht der Mannschaft ändern"

Die Entscheidung, mit den beiden Altstars noch einmal verlängert und dem Umbruch verzögert zu haben, verteidigten sowohl Hoeneß als auch Rummenigge. Hoeneß erklärte die Zurückhaltung auf dem Transfermarkt so: "Wenn man einen jungen Trainer engagiert, der ältere Spieler im Kader hat und dann noch teure Spieler holt, wenn Stars auf der Tribüne sitzen müssen, dann gibt es noch größere Probleme, als die, die wir jetzt haben."

Ab der Saison 2019/20 werde sich das "Gesicht der Mannschaft ändern", bekräftigte Rummenigge. "Die extrem solide finanzielle Lage lässt ausreichend Spielraum für Veränderungen im Kader." Schon jetzt sehe er den FC Bayern für die Zukunft gut aufgestellt.

Das Gesicht des neuen Teams sei bereits zu erkennen mit den U-30-Spielern Niklas Süle, Thiago, James, Leon Goretzka, Serge Gnabry, Corentin Tolisso, David Alaba, Kingsley Coman, Joshua Kimmich, Renato Sanches und Alphonso Davies sowie Manuel Neuer, dem "besten Torhüter der Welt", so Rummenigge und Robert Lewandowski, dem "erfolgreichsten Torjäger seit Gerd Müller". Was das wohl für nicht genannte Spieler wie Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller bedeutet?

Rummenigge bedankt sich bei Juan Bernat

Den größten Applaus gab es am Freitagabend übrigens nicht für die angekündigte Transferoffensive oder Rummenigges klares Nein zur Super League ("Der FC Bayern wird weiter in der Bundesliga, der Champions League und im DFB-Pokal spielen. Dazu bekennen wir uns zu 100 Prozent"). Nein – Jubel brach aus, als Rummenigge Juan Bernat für dessen Leistungen im Bayern-Trikot dankte.

Hoeneß hatte ja behauptet, Bernat habe "Scheißdreck" gespielt. Später hat er sich dann für seine Aussage entschuldigt. Inzwischen schießt Bernat Tore in der Champions League für Paris Saint-Germain.

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