Ein Wechsel von Bayern-Abwehrchef Jérôme Boateng zum französischen Topklub Paris St.-Germain scheint tatsächlich möglich: FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bestätigte Berater-Gespräche, PSG-Coach Thomas Tuchel berichtet über ein Treffen im Mai.

München - Trainer Thomas Tuchel hat sich offenbar schon vor der WM mit seinem Wunschspieler Jérôme Boateng getroffen, um den Innenverteidiger des FC Bayern von einem Wechsel zu Paris St.-Germain zu überzeugen. Die "Sport Bild" berichtet von einem Treffen im Mai mit dem Ergebnis, dass beide Seiten an einem Transfer interessiert seien.

Seitdem ist PSG beim deutschen Rekordmeister wegen Boateng allerdings noch nicht vorstellig geworden, wie Bayern-Präsident Uli Hoeneß am Dienstag verriet: "Wenn es ein konkretes Angebot gäbe, wäre ich unterrichtet. Das ist im Moment nicht der Fall."

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Hintergrund dürften die Financial-Fairplay-Regeln der Uefa sein, die den französischen Meister nach den Rekord-Einkäufen von Neymar (222 Millionen Euro/FC Barcelona) und Kylian Mbappé (180 Millionen Euro/AS Monaco) ins Visier der Fahnder gebracht hatten. PSG wird seit etlichen Jahren mit Millionensummen aus Katar alimentiert.

Boateng kann gehen - was muss der neue Verein zahlen?

Boateng selbst hatte zuletzt einen Wechsel im Sommer nicht ausgeschlossen. "Ich habe beim FC Bayern alles erlebt und so komme ich langsam an den Punkt, an dem ich gewisse Fragen für mich beantworten muss", sagte der 29-Jährige: "Was sind meine noch nicht erreichten Ziele? Möchte ich mich immer wieder beim gleichen Klub mit den gleichen Voraussetzungen beweisen?"

Die Bayern würden den Abwehrspieler wohl ziehen lassen - wenn die Ablöse stimmt. "Wenn ein Verein kommt und er kundtut, dass er zu diesem Verein wechseln möchte, werden wir uns damit befassen", hatte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge Mitte Juni gesagt.

Boateng kann gehen - kommt dann Pavard?

Am Dienstag stellt er erneut klar. dass das Ganze wohl nur eine Frage des Geldes ist: "Es gibt im Moment keinen direkten Kontakt zwischen beiden Klubs, aber es gibt einen Kontakt zwischen den Beratern, Jérome hat ja zwei. Jetzt muss man mal abwarten, ob man da am Ende des Tages eine Basis findet, um zu einem Transfer zusammenzukommen. Wir müssen eine Ablöse finden, die für beide akzeptabel wäre. Wir haben grundsätzlich genug Spieler auf dieser Position, auch wenn Jérome geht."

n dem französischen Weltmeister Benjamin Pavard dürften die Münchner bereits einen Boateng-Ersatz in der Hinterhand haben. Der Profi des VfB Stuttgart soll spätestens zur Saison 2019/2020 für 35 Millionen Euro zu den Bayern wechseln, ein sofortiger Transfer würde die Münchner etwa 50 Millionen Euro kosten.

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