FC Bayern: Südkurvenstreit Freier Blockzugang: Rummenigge zuversichtlich

Der FC Bayern testet beim Heimspiel gegen Hannover 96 den freien Blockzugang zur Südkurve. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hofft nun auf die Beilegung des Südkurvenstreits.

 

München - Der FC Bayern und seine Südkurve: das ist ein bisschen kompliziert. Zuletzt hatte der Verein wegen Überfüllungsgefahr Drehkreuze vor den Südkurvenblöcken installiert. Reinschmuggeln unmöglich, rein kam nur noch, wer für den jeweiligen Block eine Karte hat.

Nun haben die Bayern jedoch einen Schritt auf die Fans zu gemacht. Es gibt ein Extrakontingent von 300 Karten fürs Herz der Südkurve, die Blöcke 112 und 113, dazu testet der Rekordmeister in den kommenden Heimspielen gegen Hannover 96 und den VfL Wolfsburg den sogenannten freien Blockzugang.

"Wir hoffen, dass wir diesen Weg nun zusammen mit unseren Fans weitergehen können", sagt Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge im Vorwort des aktuellen Stadionmagazins. "Ich hoffe, dass diese Neuerung dazu beiträgt, dass wir partnerschaftlich die Probleme der vergangenen Monate lösen können, im Interesse des FC Bayern."

Wie funktioniert der freie Blockzugang? Jeder, der eine Karte für einen der Blöcke 109 bis 117 besitzt, kann sich in der Südkurven seinen Platz aussuchen. Nach dem Motto: "Wer zuerst kommt, mahlt zu erst." Ist der betreffende Block voll, kommt auch keiner mehr rein. Problematisch nur dann, wenn man mal kurz aufs Klo oder Bier holen will.

Rummenigge äußerte sich auch voll des Lobes über die von den Fans erzeugte Stimmung zuletzt beim Supercup-Sieg gegen den FC Chelsea (7:6 n.E.): "Einen ganz großen Anteil daran hatten unsere Fans, die die Mannschaft in Prag extrem unterstützt und gepusht haben." Und schob nach: "Prag hat gezeigt: Große Spiele brauchen keine Pyrotechnik."

Zum Konflikt mit den Ultras hatte Rummenigge bereits am Mittwoch gesagt: "Ich denke, es gibt eine Chance, dieses Thema in den Griff zu bekommen."

 

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