FC Bayern selbstbewusst Trainer Pesic: "Das war Männer-Basketball"

Vasilije Micic (FC Bayern) im Duell mit dem Berliner Jamel McLean. Foto: dpa

Nach dem Debakel in Spiel eins schlagen die Bayern-Basketballer zurück. Coach Svetislav Pesic zieht die richtigen Schlüsse aus dem Kaltstart gegen ALBA, Manager Marko Pesic blickt selbstbewusst auf die Serie.

München - Die Pflicht erfüllt, den so wichtigen Serienausgleich vollbracht: Die Basketballer des FC Bayern zeigten sich nach dem wichtigen Heimerfolg selbstbewusst und entschlossen.

"Wir sind immer noch deutscher Meister. Nach einer schweren Niederlage in Spiel eins haben wir nicht aufgegeben. Das macht mich sehr stolz", sagte Bayern-Trainer Svetislav Pesic nach dem bestandenen Charaktertest im zweiten Spiel des Playoff-Halbfinals.

Bayern setzte sich mit 85:73 (46:37) gegen ALBA Berlin durch und glich in der Best-of-five-Serie zum 1:1 aus. Im ersten Spiel hatten die Münchner noch eine empfindliche 26-Punkte-Pleite einstecken müssen.

In der Folge hatte Coach Pesic sein Team als "Junioren-Mannschaft" bezeichnet. Davon war im zweiten Aufeinandertreffen der Final-Neuauflage von 2014 keine Rede mehr.

"Das war Männer-Basketball heute", erklärte der Trainer des amtierenden Meisters, der eine packende Partie gesehen hatte: "Das war ein Spiel, das man nicht jeden Tag in der Bundesliga sieht." Verzichten musste Pesic auf seinen Aufbauspieler Heiko Schaffartzik, der mit Wadenproblemen draußen saß. Dafür erhielten Neuzugang Anton Gavel und Jungspund Paul Zipser mehr Spielzeit und überzeugten dabei.

"Manchmal muss man sich einfach auf den Alten verlassen. Er weiß schon, was er tut", sagte Geschäftsführer Marko Pesic mit einem Augenzwinkern. Dieser hatte bereits vor dem Spiel ein gutes Gefühl: "Mir war klar, dass wir gewinnen. Ich liebe das, wenn wir unter Druck stehen."

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Bereits in der Erstrundenserie gegen Frankfurt reagierte der FC Bayern auf eine deutliche Pleite mit zwei Siegen. Der Manager erinnerte daran, dass "ALBA zwei, drei Klassen besser als Frankfurt" sei. 2013 bezwang der FCB die Hauptstädter mit 3:0 im Viertelfinale, 2014 gab es nach einem 3:1-Seriensieg im Finale den Titel. In diesem Jahr treten die Münchner erstmals im direkten Duell ohne Heimvorteil an.

ALBA zeigte sich trotz des deutlichen Erfolgs aus der ersten Partie verunsichert. "Wir haben heute nicht so reagiert, wie wir es hätten tun müssen", sagte Trainer Sasa Obradovic, der sich bereits in der ersten Halbzeit wütend seines Sakkos entledigte.

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In einem harten Spiel mit insgesamt 63 Freiwürfen fanden die Berliner nur selten zu ihrem Spiel und ihrer effektiven Defense, die am Sonntag nur 55 Münchner Punkte zugelassen hatte. "Der FC Bayern ist halt der FC Bayern. Sie waren so ambitioniert, wie wir es erwartet hatten", lobte Obradovic.

Im dritten Spiel (Sonntag, 16 Uhr) treffen die beiden Schwergewichte nun wieder in der Hauptstadt aufeinander. "Das war unser richtiges Gesicht. Aber in der Arena in Berlin zu bestehen, ist hart", erklärte Bayerns Vladimir Stimac.

Manager Pesic hingegen erinnert sich an die vergangenen Jahre: "Wir haben immer in Berlin gewonnen, wenn wir es gebraucht haben."

 

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