FC Bayern Schweinsteiger: Ohne Ballack-Verletzung keine Debatte

Bastian Schweinsteiger jubelt im WM-Spiel gegen Argentinien Foto: dpa

MÜNCHEN - Bastian Schweinsteiger hat sich in der Diskussion um das Kapitänsamt in der DFB-Elf noch einmal für Michael Ballack ausgesprochen. „Er hat viel für die Nationalelf geleistet, und wäre er nicht verletzt gewesen, gäbe es diese Debatte doch gar nicht“, sagte der Bayern-Star der „Süddeutschen Zeitung“.

 

Eigene Ambitionen hegt der 26-Jährige nach seinen starkenLeistungen bei der WM in Südafrika nicht. „Das Amt ist eine Ehre,klar. Aber ich denke, auf dem Platz kann man auch ohne BindeVerantwortung übernehmen.“

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hatteSchweinsteiger als möglichen Kapitän der DFB-Elf ins Spiel gebracht.Bei der WM hatte der Münchener Philipp Lahm als Ersatz für denverletzten Neu-Leverkusener Michael Ballack die Mannschaft geführt.Anschließend hatte er seinen Willen bekundet, im Amt bleiben zuwollen, auch wenn Ballack in die DFB-Auswahl zurückkehren sollte.

„Jeder hat natürlich seinen eigenen Stil, ein Team zu führen. Undbeide machen ihre Sache gut, aber ich möchte jetzt hier wirklichkeine Jury sein“, sagte Schweinsteiger. Bundestrainer Joachim Löw hatsich bislang noch nicht entschieden.

Nach seinen beeindruckenden Auftritten bei der WM und auch imVerein ist sich Schweinsteiger der erhöhten Erwartungshaltung an ihnbewusst. „Natürlich erwarten die Leute nach dieser WM noch mehr vonmir, aber das ist auch ein Reiz“, meinte er.

Den Aufstieg zum Führungsspieler bei den Bayern und in derNationalmannschaft habe er vor allem seinem Club-Trainer Louis vanGaal zu verdanken. Schweinsteiger lobte den Niederländer für dessenPerfektionismus. „Er tut dem FC Bayern gut mit seinen Ecken undKanten“, sagte er. „Und: Jetzt haben wir einen Plan.“ (dpa)

 

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