FC Bayern schlägt Darmstadt Pep zu Alonsos Hammer: "Haben wir gestern trainiert"

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft: Xabi Alonso hat bei seinem Volleyschuss zum 1:0 gegen den SV Darmstadt 98 alles richtig gemacht. Foto: dpa

Der FC Bayern darf sich bei Xabi Alonso bedanken, dass die Elf Darmstadt im Pokal-Achtelfinale 1:0 besiegt. Das Traumtor des Spaniers sorgt für Bewunderung - auch bei Mehmet Scholl.

 

München - Rafinha riss den Torschützen zu Boden, dann stürzten sich auch die Kollegen auf Xabi Alonso, der schließlich unter der bayrischen Jubeltraube begraben wurde. So ein Tor gelingt dem Spanier eben nicht alle Tage - das musste gefeiert werden.

Mit einem fulminanten Weitschusstor aus fast 30 Metern sicherte Alonso dem FC Bayern das Viertelfinale im DFB-Pokal, der Treffer des 34-Jährigen in der 40. Minute war der einzige beim 1:0-Sieg des Teams von Pep Guardiola gegen den starken Aufsteiger SV Darmstadt 98.

Und mit 127 km/h links oben ins Eck ein ganz spezieller. "Die Besonderheit bei dem Schuss liegt in der Flugkurve und im Zeitpunkt, zu dem er den Ball trifft", analysierte der frühere Bayern-Star und Fernschuss-Künstler Mehmet Scholl in der ARD: "Ein technisch perfektes Tor. Dazu muss man richtig was können."

Für Alonso, der 2014 von Real Madrid zu den Bayern wechselte, war es erst das fünfte Tor im roten Dress und das erste im Pokal. Zuvor hatte er je zweimal in der Bundesliga und in der Champions League für die Bayern getroffen.

Mit Robert Lewandowski, der bei seinem Fünferpack in der Liga gegen Wolfsburg ebenfalls spektakulär per Seitfallzieher zum 5:1 erfolgreich gewesen war, kann sich Alonso vielleicht sogar um den Titel "Tor des Jahres" streiten.

Für Pep Guardiola kam der Alonso-Hammer indes nicht überraschend. "Er war gut, oder?", sagte der Bayern-Trainer. "Wir haben das gestern trainiert."

Sein Grinsen verriet, dass das nicht die ganze Wahrheit war.

Maximilian Koch

 

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