FC Bayern Oliver Kahn: "Heute gefeiert-morgen abgeschrieben"

Konzentriert sich derzeit auf sein Studium und seine Kommentatoren tätigkeit: Oliver Kahn Foto: dpa

MÜNCHEN - Oliver Kahn zu Gast in der Harald Schmidt Show: Mit dem Showmaster sprach der Ex-Bayern-Keeper über seinen eheamligen Verein, sein neues Buch und die Kritik an Martin Demichelis.

 

Sein neues Buch:

"Für mein Buch "Du packst es!“, hab ich eine große Tour im letzten Jahr durch 12 bayerische Schulen gemacht. Ich habe viele Einflüsse von Schülern aufgenommen und diese in mein Buch einfließen lassen. Es war sehr interessant in den Gesprächen zu erfahren, was für Ziele manche Schüler haben. Ich bekam Antworten wie: „Mein Ziel ist es, Hartz IV zu beziehen, oder meinen Mitschüler zu verprügeln." Aber als ich ihnen dann von meiner Jugendzeit erzählt habe, da waren sie schon sehr aufgeschlossen. Dieses halbe Jahr hat viel Spaß gemacht."

Besonders wenn Oliver Kahn von seinen Niederlagen erzählt hat, wurde es ruhig in den Klassen:"Die Jugendlichen waren vor allem überrascht, als ich erzählt habe, dass ich die gleichen Probleme wie sie hatte. Ich bin auch mal aus den Auswahlmannschaften geflogen. Wenn die Jugend hört,dass man ähnliche Probleme hatte, dann hören sie auch besser zu."

Die Bayern:

"Inzwischen verfolge ich wieder die Spiele des FC Bayern. Es gab eine Zeit, da brauchte ich ein bisschen Abstand vom Fußball. Es tat schon etwas weh, auf der Tribüne zu sitzen und die Jungs unten spielen zu sehen."

Die Kritik an Martin Demichelis:

"Fußball ist ein Tagesgeschäft. Heute wirst du gefeiert und morgen schon abgeschrieben."

Seine Experten-Rolle beim ZDF:

"Die Aufgabe bereitet mir sehr viel Spaß und ich werde es noch zwei Jahre machen. Mit Kathrin Müller-Hohenstein komme ich gut zurecht. Ich finde es toll, dass Sie sich so in der Männerdomäne Fußball durchsetzt.

Über die Integration in der Deutschen nationalmannschaft:

"Es ist bewundernswert, wenn ein Spieler wie Özil bei seinem Tor gegen die Türkei nicht jubelt. Aus Respekt. Ich denke nirgendwo sonst ist die Integration so problemlos wie beim Sport. Es heißt ja nicht um sonst die integrative Kraft des Sports.

 

0 Kommentare