FC Bayern Keine Alibis: Jupp Heynckes fordert mehr Siegeswille

Härtere Gangart beim FC Bayern: Trainer Jupp Heynckes fordert wie Matthias Sammer „keine Alibis mehr“ und will größeren Siegeswillen sehen. Seinen Vertrag will Heynckes erfüllen.

 

München – Jupp Heynckes hat wie der neue Sport-Vorstand Matthias Sammer nach drei zweiten Plätzen in der letzten Saison einen größeren Siegeswillen beim FC Bayern München gefordert. „Wir müssen alle dahinkommen, wieder mehr Hunger auf Erfolg zu entwickeln“, sagte der 67 Jahre alte Fußballlehrer am Mittwoch.

Der „substanziell verstärkte“ Spielerkader gebe ihm die Möglichkeit, den Konkurrenzkampf in der kommenden Saison mehr zu schüren und zugleich die Zügel mehr anzuziehen: „Wir sind breiter aufgestellt.“ Die Neuzugänge sollen „den etablierten Spielern Feuer unterm Hintern machen“, betonte Heynckes.

Nach der Rückkehr der EM-Teilnehmer aus dem Urlaub gebe es „keine Alibis mehr“, sagte der Trainer wie tags zuvor schon Sammer. „Ich bin felsenfest überzeugt, dass wir gut miteinander arbeiten werden“, sagte Heynckes zum neuen starken Mann an seiner Seite.

Ein Spezialfall ist für Heynckes der bei der EM ausgelaugt wirkende Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. „Für mich ist wichtig, dass Bastian wieder die Fitness kriegt wie im ersten Drittel der letzten Saison“, sagte Heynckes nach zwei Gesprächen mit Schweinsteiger.

Der Trainer räumte ein, dass auch er lange mit den Misserfolgen, gerade auch dem verlorenen Champions-League-Finale, zu kämpfen hatte. „Aber jetzt habe ich wieder die Kraft, die Lust und die Freude, diese Saison anzugehen“, versicherte Heynckes. Seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag wolle er „erfüllen“, danach werde man weitersehen. „Ich gehe da ganz locker und gelassen mit um“, sagte er zu den öffentlichen Diskussionen um seine Zukunft.

 

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