FC Bayern Kahn: "Dieses Jahr packen's die Bayern!"

Torwart & Tenor: Im Cuvilliés-Theater talken Ex-Kapitän und Sänger Villazón über Motivation

 

MÜNCHEN Höchstleistung auf Abruf – ein Thema, das wie geschaffen ist für einen wie Oliver Kahn, der sich das „Weiter! Immer weiter!” während der Karriere wie ein Mantra auf die Fahnen geschrieben hatte. So war der Ex-Bayern-Kapitän und Nationaltorhüter der perfekte Gast des „Premium Circle Symposiums 2013” am Montagabend im Cuvilliés-Theater.


Kahn, mit Ehefrau Svenja erschienen, sprach bei einer Podiumsdiskussion mit Opernsänger Rolando Villazón über das Erfolgsgeheimnis von Künstlern und Sportlern. „Ich war genau so gut, dass ich niemals gedacht habe, dass ich ein Profi-Fußballer werden könnte”, sagte der gebürtige Mexikaner. Kahn erzählte von seinen Anfängen als Torhüter: „Ich wollte das immer zu tausend Prozent machen. Du brauchst Disziplin, Willen, Hartnäckigkeit und absolute Besessenheit für diesen Job.” Und wenn sich der Erfolg nicht einstellt? „Man lernt als Sportler, dass es belohnt wird, wenn man Kraft aus Niederlagen schöpft”, sagte Kahn und kam auf das Champions-League-Finale 2012 zu sprechen.

Kahn: „Ich sehe da eine Parallele zwischen 1999/2001 und der aktuellen Mannschaft. Wir haben damals in Barcelona gegen Manchester auch dramatisch verloren, sind wieder aufgestanden und haben zwei Jahre später in Mailand den Titel geholt. Das kann sich jetzt wiederholen. Die Frage ist doch: Entweder du lässt dich von so einer Niederlage kaputt machen, weil du Angst davor hast, so etwas wieder zu erleben. Aber wenn man es schafft, aus so einer Situation der totalen Zerstörung wieder rauszukommen, wieder an sich zu glauben und daraus Kraft zu schöpfen, dann kann man reifen. Daher glaube ich, dass es der FC Bayern in der Champions League dieses Jahr packt.” Dafür gab’s Applaus des Auditoriums.


Zur Frage der Eigenmotivation sagte Tenor Villazón: „Als Sänger habe ich immer nur ein Ziel: Wie kann ich dafür sorgen, dass ich bei der nächsten Vorstellung mein bestes Konzert gebe?” Eben. Weiter, immer weiter. Ob auf dem Platz oder der Bühne. 

 

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