FC Bayern in Top-Frühform Karl-Heinz Rummenigge tönt: Vergeblich, die Bayern anzugreifen

Befürchtet kein Nachlassen beim FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge. Foto: firo/Augenklick

Der FC Bayern zeigte sich beim Kantersieg im Supercup gegen Eintracht Frankfurt in beeindruckender Frühform. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge richtet nun geradezu bedrohliche Worte an die nationale Konkurrenz.

München - Für die Konkurrenz, sollte es die überhaupt geben, hat Karl-Heinz Rummenigge eine schlechte Nachricht.

"Wer darauf hofft, dass der FC Bayern in seinen Anstrengungen nachlässt, der hat Pech gehabt. Das wird es nicht geben. Dieses Gen, das satt macht, fehlt in unserer DNA", sagt der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters.

Attacke von 1899 Hoffenheim?

Alles andere als der siebte Titel in Folge der seit Jahren dominanten Münchner wäre eine faustdicke Überraschung - auch wenn sich Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann zuletzt schon einmal vorsichtig aus der Deckung gewagt hatte. "Ich strebe immer nach dem Maximalen. Und das Maximale ist der Titel. Aber es wird schwer", sagte der Trainer des Vorjahresdritten am Rande des Trainingslagers der Kraichgauer.

Pikant: Gleich zum Saisonauftakt reist die TSG zum Rekordmeister. In der letzten Saison setzte es in der Allianz Arena aber eine 2:5-Packung.

FC Bayern fast unverändert

Schon beim Eröffnungsspiel werden die Münchner ein erstes Signal setzen wollen. Beim lockeren 5:0 im Finale um den Supercup gegen Pokalsieger Eintracht Frankfurt deuteten sie erstmals in dieser Saison ihre Ambitionen an. (Hier der Ticker zum Nachlesen) Nach den Enttäuschungen der vergangenen Spielzeit mit dem erneuten Aus im Halbfinale der Champions League und der überraschenden Niederlage im Pokalfinale, aber auch dem deutschen Desaster bei der WM, sei der FC Bayern "extrem hungrig", unterstrich Thomas Müller. "Was die anderen uns dieses Jahr weggenommen haben, holen wir uns nächstes Jahr wieder!", hatte Präsident Uli Hoeneß den Anhängern bei der Meisterfeier gesagt.

Die Verantwortlichen setzen dabei auf einen fast unveränderten Kader mit Neuzugang Leon Goretzka sowie den Rückkehrern Serge Gnabry und Renato Sanches, vor allem aber auf den neuen Trainer Niko Kovac (Vertrag bis 2021). Nachdem die Bayern zuletzt von Größen wie Pep Guardiola, Carlo Ancelotti und Jupp Heynckes angeleitet wurden, ist dies "ein bisschen ein neuer Weg", sagte Rummenigge. Aber einer, der ihm und Hoeneß gefällt - und den sie mitgehen.

Rummenigge: Kovac "hat unser vollstes Vertrauen"

Man sei "überzeugt von Niko", meinte Rummenigge: "Das Wichtigste ist, er hat unser vollstes Vertrauen." Rückhalt, den Kovac spürt. Er habe ein "sehr, sehr gutes Gefühl. Daher sehe ich der Zukunft sehr positiv entgegen."

Grundvoraussetzung für den von ihm erwarteten Erfolg ist für den 46 Jahre alten Kovac die Fitness seiner Spieler. Deshalb fielen die Einheiten in der Vorbereitung intensiver aus. Rummenigge sprach schon von einem "Jahr der harten Arbeit". Die erfolgreichen Mannschaften würden "nicht nach Aufwand und Ertrag fragen, sie arbeiten und kämpfen mit einem Feuer in den Augen, von der ersten bis zur letzten Minute", sagte Kovac und fordert deshalb "absolute Leidenschaft und Ehrgeiz".

Bei den Spielern kommt die direkte Art des früheren Profis, der die Bayern auch taktisch flexibler aufstellen will, offenbar an. Kovac sei "ein Gewinner-Typ", sagte Franck Ribery. Einer mit "wichtigen Prinzipien und Werten, geradeaus". Selbst das harte Training findet Anklang. "Wenn du fit bist, kannst du Akzente setzen", sagte Altstar Arjen Robben, "wenn nicht, kannst du Ideen haben, wie du willst". Die Spieler sprechen schon die Sprache von Rummenigge.

Im Video: Kovac lässt seine Stars schwitzen

 

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