FC Bayern in Hoffenheim Sorry, Bayern: Nagelsmann hat sich "nicht gelöscht"

"Wir haben jedenfalls das Gefühl, dass wir sie ärgern können, das haben wir im letzten Jahr eineinhalb mal geschafft", sagt TSG-Coach Julian Nagelsmann. Foto: dpa

In der vergangenen Saison holte die TSG 1899 Hoffenheim vier Punkte gegen den FC Bayern. Im nächsten Duell mit den Münchnern will das Team von Trainer Julian Nagelsmann am Samstag einen Dreier.

 

Zuzenhausen - Falls sie beim FC Bayern auf das spurlose Verschwinden von Julian Nagelsmann gehofft hatten, wurden die Münchner am Donnerstag arg enttäuscht.

Obwohl der "Trainer des Jahres" seine Profile bei Twitter und Facebook gelöscht hat, ist der Coach des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim nach wie vor putzmunter - und er will den deutschen Rekordmeister wieder ärgern.

"Ich habe nur die Konten gelöscht, aber nicht mich. Ich lebe noch", sagte Nagelsmann vor dem Topspiel am Samstag (18:30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker) mit einem Augenzwinkern. "Ich habe die Kanäle geschlossen, weil es Überhand nahm. Der Aufwand war extrem groß. Ich habe einfach nicht mehr die Zeit gefunden", begründete der 30-Jährige seinen Schritt.

Neben seinen Internet-Aktivitäten musste Nagelsmann bei der TSG-Pressekonferenz auch noch über die Bundestagswahl, Bibiana Steinhaus, das Financial Fair Play, eine mögliche Gehaltsobergrenze und die Dauer der Transferperiode Auskunft geben. Das Bayern-Spiel wurde fast zur Nebensache.

Doch nicht für Nagelsmann, der mit seinem Team in der vergangenen Saison vier Punkte gegen das Starensemble geholt hat. "Wir haben das Gefühl, dass wir die Bayern ärgern können. Letztes Jahr haben wir es eineinhalb Mal geschafft. Wir sind in der Lage, es wieder zu schaffen. Aber das ist extrem von den Bayern abhängig", sagte der Trainer.

Und: "Wenn sie richtig auf die Tube drücken, wird es schwer - da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Aber wenn sie keinen Top-Tag haben, wissen wir, dass wir es schon geschafft haben."

Nagelsmann: "Kein Überraschungsmoment mehr"

Allerdings wird Nagelsmann diesmal von personellen Problemen geplagt. Die Münchner Leihgabe Serge Gnabry und Stürmer Adam Szalai fallen verletzt aus. Hinter den Einsätzen der angeschlagenen Stammkräfte Kevin Vogt, Benjamin Hübner und Steven Zuber stehen Fragezeichen.

Dazu kommt, dass die Bayern die TSG sicher nicht noch einmal unterschätzen werden. "Sie werden es bestimmt anders angehen", äußerte Nagelsmann: "Das Überraschungsmoment haben wir nicht mehr auf unserer Seite."

Dennoch sind die Profis heiß. Sie wollen fünf Tage vor dem Auftakt in der Europa League gegen Sporting Braga unter Beweis stellen, dass sie besser sind als beim chancenlosen Aus in den Play-offs zur Champions League gegen den FC Liverpool.

"Ich liebe solche Spiele, das wird absolutes Top-Niveau. München ist natürlich ein sehr starker Gegner, aber wir sind nicht viel schlechter, gerade zu Hause", sagte Spielmacher Kerem Demirbay der Rhein-Neckar-Zeitung.

Nagelsmann wünscht seinen ehemaligen Schützlingen am Samstag ein "gutes" Spiel: "Einen Sahnetag müssen sie aber nicht zwingend haben."

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