FC Bayern in der Krise Düsseldorf-Coach erklärt Bundesliga große Schwäche der Bayern

Gesprächsbedarf: Manuel Neuer (li.) und Jérôme Boateng beim FC Bayern. Foto: imago/DeFodi

Nach der Sensation in München erklärt Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel die Anfälligkeit des FC Bayern – eine Spitze gegen Jérôme Boateng inklusive.

 

München - Friedhelm Funkel grinste in einer Tour. Er spüre "Erleichterung, dass wir den Punkt geholt haben. Wir haben ja nicht damit gerechnet, beim FC Bayern verlierst du ja normalerweise", sagte der Trainer von Fortuna Düsseldorf nach dem sensationellen 3:3 der Rheinländer beim Rekordmeister.

Erfolgreiche Taktik gegen den FC Bayern

Und gab der Bundesliga noch nebenbei ein Mittel mit auf den Weg, wie diese Bayern zu schlagen oder zumindest zu düpieren sind. "Wir wissen, dass der FC Bayern im Moment nicht vor Selbstvertrauen strotzt", meinte der einstige Coach des Münchner Lokalrivalen TSV 1860 (2013-14): "Deswegen haben wir immer die Möglichkeit gesucht, über Lukebakio nach vorne zu spielen, weil er mit seiner Schnelligkeit eben dem einen oder anderen davonlaufen kann – das hat man beim zweiten und dritten Tor gesehen." (Lesen Sie auch: Hoeneß zählt Kovac an und gibt Gnadenfrist)

Seine Spieler hätten stets versucht, "dass wir mit Lukebakio, der außergewöhnlich schnell ist, Konter abschließen und er diese in Tore ummünzt", erzählte Funkel weiter. Besagter Dodi Lukebakio hatte beim Unentschieden alle drei Treffer für den Aufsteiger erzielt. Was Funkel erklärte: Bei sehr schnellen Spielern und überfallartigen Angriffen ist der FC Bayern enorm anfällig und - anders formuliert - verwundbar.

Eine Erkenntnis, die sich durch die Saison zieht. Und die nun auch der Abstiegskandidat als Taktik anwandte, wie schon Borussia Dortmund beim 3:2 am Bundesliga-Spieltag davor.

Funkel teilte in seiner Analyse nicht zuletzt auch mächtig gegen Weltmeister Jérôme Boateng aus. Dieser hatte sowohl beim 3:2 und insbesondere beim 3:3 in der Nachspielzeit schlecht ausgesehen, als er einen Dropkick von Rouwen Hennings unterlaufen und halbherzig auf Abseits gespielt hatte.

Harte Spitze gegen Jérôme Boateng

"Wenn ich sehe, wie Boateng beim zweiten Tor auf Abseits spielt, mein lieber Mann, das war schon dramatisch", hatte Funkel noch in der Allianz Arena gesagt – und am Sonntag auf "Sky" nochmal nachgelegt: "Da kann kein Trainer der Welt etwas für, wenn Boateng auf Abseits spielt, nur weil er zu bequem ist, hinterherzurennen. Da geht er zwei Schritte nach vorne und will dem Laufduell mit Lukebakio aus dem Weg gehen. Einem solchen Weltklasse-Spieler darf so etwas nicht passieren."

Taffe Worte gegen die Münchner – und eine Schablone, wie den einstigen Super-Bayern beizukommen ist.

 

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