Die Champions-League-Auslosung beschert dem FC Bayern attraktive Reiseziele. Die Gegner im Check.

München/ Monaco - Auf ein Neues, FC Bayern! Sechs Jahre nach dem Triumph im Wembleystadion von London wollen die Münchner in der Champions League erneut nach dem Henkelpott greifen.

Ziel der Bayern-Träume: Der 1. Juni 2019, das große Finale im Estadio Metropolitano, der neuen Arena von Atlético Madrid.

Und zumindest in der Gruppenphase sollte für das Team des neuen Trainers Niko Kovac kein allzu großes Hindernis zu überwinden sein. Denn am Donnerstagabend wurden bei der Auslosung in Monaco Benfica Lissabon, Ajax Amsterdam und AEK Athen als Gegner für die Vorrunde ermittelt.(Die Auslosung im Liveticker zum Nachlesen)

Champions League: Bayern-Gegner über Playoffs qualifiziert

Alle drei Mannschaften qualifizierten sich erst in den Playoffs. Ein Glückslos – schließlich hätten die Kontrahenten auch FC Liverpool, Inter Mailand und FC Porto heißen können. Klar: Das Achtelfinale ist für den fünfmaligen Champion aus München Pflicht!

"Das ist eine attraktive Gruppe, auf die wir uns sehr freuen. Das Ziel ist natürlich das Achtelfinale, aber wir dürfen keinen dieser drei Gegner unterschätzen", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Alle drei haben vergangene Saison in ihren Ligen bewiesen, wie stark sie sind und wir müssen sehr konzentriert zu Werke gehen, wenn wir die nächste Runde erreichen wollen."(Mehr Stimmen zur Champions-League-Auslosung)

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Und Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic befand: "Auf Champions-League-Niveau gibt es keine leichten Gegner. Aber nach der Auslosung ist es unser Ziel, die Gruppe als Erster zu beenden."

Besonderes Wiedersehen bei Ajax Amsterdam

Ajax Amsterdam, das Team, das seine großen Zeiten in den 1970er-Jahren mit Mittelfeld-Genie Johan Cruyff erlebte, wird von Erik ten Hag trainiert – einem Mann mit Bayern-Vergangenheit. Von 2013 bis 2015 war ten Haag als Coach der Bayern-Amateure tätig, ehe er zum FC Utrecht wechselte.

Bekanntester Spieler im Kader des niederländischen Vizemeisters: Der "Hunter", Klaas-Jan Huntelaar. Der frühere Schalke-Stürmer, inzwischen 35 Jahre alt, lässt seine Karriere bei Ajax ausklingen. Aber Vorsicht: Im Strafraum ist Huntelaar noch immer einer der gefährlichsten. Gegen Ajax spielten die Bayern zuletzt 2004/05 in der Gruppenphase und behielten dabei die Oberhand (4:0 und 2:2).

Und sonst? Benfica stellt als portugiesischer Vizemeister den wohl stärksten Gegner dar. Der Ex-Klub von Bayerns Renato Sanches rangiert nach drei Spieltagen in der heimischen Liga auf Rang vier, punktgleich mit Tabellenführer Braga. Zuletzt traf Bayern im Jahr 2016 auf Benfica. Damals kam das Guardiola-Team im Champions-League-Viertelfinale knapp weiter (1:0, 2:2).

Wie stark ist AEK Athen?

Griechenland-Meister AEK Athen ist die große Unbekannte in der Gruppe. Auf europäischer Ebene gab es noch kein einziges Duell mit den Bayern. Athen geht als Underdog in die Gruppenphase. Für die Bayern stehen alle Zeichen auf Achtelfinale – und das soll für die Münchner auf dem Weg ins Endspiel nach Madrid ja nur ein Etappenziel sein.

"Wir wollen in allen drei Wettbewerben erfolgreich sein, nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der Champions League", sagte jüngst Rummenigge: "Wir werden versuchen, dieses Jahr anzugreifen und die deutsche Flagge, die bayerische Flagge, sehr hoch zu halten."

Kovac: "Eine interessante Gruppe"

Kovac, erstmals als Trainer in der Champions League, sagte zur Auslosung: "Eine interessante Gruppe mit großen Traditionsklubs. Unsere Fans können sich auf drei großartige Champions-League-Abende in der Allianz Arena freuen. Sportlich bin ich sehr zufrieden. Wir sind Favorit, müssen aber in allen Spielen 100 Prozent Leistung abrufen, um in die nächste Runde einzuziehen." Und Kapitän Manuel Neuer meinte: "Wir treffen auf drei klangvolle Namen im europäischen Fußball."

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Die Bayern verspüren eine große Sehnsucht, seit dem Triumph von Wembley schafften sie es nicht mehr bis ins Finale, in der vergangenen Saison war im Halbfinale gegen Real Madrid Schluss. Deshalb gehe es nun darum, "das, was wir in den letzten Jahren erlebt haben, und insbesondere 2013 mit dem Sieg in London, in naher Zukunft wieder zu erreichen", sagte Rummenigge.

Na dann: Frohes Warmspielen in der Gruppenphase!