FC Bayern II gegen TSV 1860 Polizei mit strikter Fantrennung beim Stadtderby

Ähnliche Bilder dürfte es wohl auch wieder am Sonntag geben. Einsatzkräfte der Polizei und Löwen-Fans in Giesing. (Archivbild) Foto: hub

Am Sonntag trifft der TSV 1860 im Grünwalder Stadion auf den FC Bayern II. Die Stimmung beim Münchner Stadtderby wird hitzig – auf und vor allem neben dem Platz. Um Ausschreitungen zu vermeiden, hat die Polizei München im Vorfeld einen "Fanbrief" veröffentlicht.

München - Es wird heiß hergehen – so viel ist sicher. Die Löwen können am Sonntag endlich die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern klar machen – und das auch noch gegen den Lokalrivalen, den FC Bayern II. Meisterfeier im Grünwalder, und das auch noch nach einem Derby – was für ein Szenario! (Hier geht's zum Liveticker)

Die Stimmung wird hitzig, vor allem auch bereits vor der Partie. Wenn das Lokalderby ansteht, steht Giesing Kopf – das haben die (Amateur-)Derbys der vergangenen Monate und Jahre und gezeigt. Um Ausschreitungen zwischen beiden Fanlagern zu verhindern, hat die Polizei München am Freitag einen "Fanbrief" veröffentlicht.

Darin appelliert die Polizei an die Sechzig- und Bayern-Anhänger, sich kooperatiov und kommunikativ zu zeigen. Probleme sollen im Idealfall "eigenverantwortlich bereinigt" und gelöst werden, bevor die Polizei überhaupt einschreiten muss. Zudem bietet die Polizei kurz vor dem Spiel ein "Kurvengespräch" an: In einem persönlichen Gespräch zwischen dem Einsatzleiter und den Vertretern der Fangruppen sollen mögliche Probleme bereits im Vorfeld gelöst werden. Das Gespräch findet um 14:45 Uhr im Behördenhof, hinter Block "P", statt.

Strikte Fantrennung: Feste Treffpunkte für beide Lager

Wenn beide Fanlager aufeinandertreffen, könnte es krachen. Um das zu vermeiden, sieht das Einsatzkonzept der Polizei eine strikte Trennung von Bayern- und Sechzig-Fans vor – sowohl im Grünwalder Stadion als auch auf dem Weg dorthin. Der FC Bayern II hat Heimrecht, demnach befinden sich die Anhänger der "Roten" in der Westkurve und der Nordtribüne. Den "Blauen" steht die Ostkurve sowie ein Teil der Haupttribüne (Block "A") zur Verfügung.

Daneben schlägt die Polizei auch feste Treffpunkte für die Fans vor: Für die Fans des FC Bayern ist das der Candidplatz, sowie die Vorplätze der Westkurve und Nordtribüne. Die Fans des TSV 1860 treffen sich am Grünspitz (Martin-Luther-Straße / Tegernseer Landstraße), dem Wettersteinplatz und auf dem Trainingsgelände der Löwen (Grünwalder Straße 114). "Wir werden alles daran setzen, die beiden Lager auseinanderzuhalten", betont Polizeisprecher Werner Kraus.

"Wir bitten Sie eindringlich, diese Angebote/Hinweise anzunehmen und somit zusammen mit Ihren Mannschaften der sportbegeisterten Münchner Bevölkerung ein friedliches und spannendes Fußballfest zu zeigen", so die Polizei in ihrem Schreiben an die Fans.

Münchner Lokalderby im Grünwalder Stadion: Diese Gegenstände sind verboten

Übrigens: Im Rahmen des Lokalderbys ist die Münchner Polizei mit 600 Beamten im Einsatz. Das ist deutlich mehr Personal als bei zurückliegenden Derbys, bei denen es lediglich zwischen 300 und 400 waren. Trotzdem gab es in der Vergangenheit auch schonmal Begegnungen, die von 1.100 Polizisten begleitet wurden.

Neben diesen Informationen weist die Polizei auch noch auf die Zugangskontrollen vor dem Stadion und die verbotenen Gegenstände hin. "Die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände aller Art ist in München strikt untersagt und Verstöße werden konsequent zur Anzeige gebracht", so die Polizei. Auch Rucksäcke und Taschen, die größer als DIN-A4 sind, dürfen die Fans nicht mit ins Grünwalder Stadion nehmen – das gaben die Löwen bekannt. Erlaubt sind jedoch größere Schwenkfahnen im Heim- und Gästeblock, auch Megaphone dürfen benutzt werden.

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