FC Bayern Hoeneß: „Schalkes Neuer läuft uns nicht davon“

Wie lange bleibt er noch beim FC Schalke? Torwart Manuel Neuer, der bei den Königsblauen noch einen Vertrag bis 2012 hat. Foto: dpa

MÜNCHEN - Die Bayern setzen, so verriet Präsident Uli Hoeneß, auch in der nächsten Saison auf die derzeitige Nummer eins, Jörg Butt. Gegen Michael Rensing erhebt Hoeneß schwere Vorwürfe.

 

Der FC Bayern München hat das Werbenum Schalkes Torwart Manuel Neuer vorerst eingestellt, sieht aber guteChancen auf eine spätere Verpflichtung des Fußball-Nationalspielers.„Unser Plan für die kommende Saison ist eindeutig, Jörg Butt alsNummer eins zu behalten“, sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß amDonnerstagabend bei der Interview-Reihe „Nachgefragt“ am FreiburgerRotteck-Gymnasium. „Eines ist klar: Neuer läuft uns nicht davon.Außerdem hat er eine Freundin in München, das passt ganz gut.“ Zudemhofft der deutsche Rekordmeister weiter auf den Verbleib vonMittelfeld-Star Franck Ribéry.

„Wir haben versucht, Manuel Neuer aus Schalke zu bekommen. Da gibtes im Moment aber keinerlei Bereitschaft, mit uns Vertragsgesprächeführen zu wollen“, sagte Hoeneß. „Das haben wir so akzeptiert.“ Auflängere Sicht sieht der aktuelle Bundesliga-Zweite aber gute Chancenfür eine Verpflichtung des 23-Jährigen.

Die Zeit für den lange als Nachfolger von Torwart-„Titan“ OliverKahn gehandelten Michael Rensing, dessen Vertrag am Saisonendeausläuft, scheint vorbei. „Ich glaube, für ihn ist es besser, einenNeuanfang zu machen“ erklärte Hoeneß und ging mit dem 25-Jährigenhart ins Gericht. „Als klar war, dass er die Nummer eins ist, hätteich erwartet, dass er sich den Arsch aufreißt, dass er im Urlaubtrainiert wie ein Geisteskranker. Das war alles nicht der Fall. Erkam in einem katastrophalen Zustand zum Training.“

Dagegen hält der Weltmeister von 1974 eine längere Zusammenarbeitmit den beiden Superstars Franck Ribéry und Arjen Robben für möglich.Bei Ribéry sei der FC Bayern inzwischen wieder in einer gutenPosition. „Letztes Jahr wollte er eigentlich weg. Da hat esziemlichen Ärger mit Jürgen Klinsmann gegeben. Ich bin ziemlichsicher, dass er mit Real Madrid einig war“, erzählte Hoeneß. Jetztaber seien der Verein und der französische Nationalspieler „ganz klarmiteinander“. Der Franzose sei zu ihm gekommen und habe gesagt: Wennihm der FC Bayern bis Ende März, Mitte April das Gefühl gebe, dass ermit dem Club in absehbarerer Zeit auch mal die Champions-Leaguegewinnen könne, dann würde man eine Lösung finden, dass er bleibe.

Im Fall von Robben glaubt Hoeneß, dass der niederländischeNationalspieler nach seiner schweren Zeit beim FC Chelsea und beiReal Madrid das gute Klima beim FC Bayern zu schätzen weiß. „Ich habehundertprozentig das Gefühl, dass Arjen seinen Vierjahres-Vertragerfüllt und weitere Jahre bei uns bleibt. Der ist kuriert für alleZeiten“, sagte der 58-Jährige.

 

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