FC Bayern Eine Bedrohung für die Kollegen

Diego Contento (l.) mit Neuzugang Luiz Gustavo im Traingslager. Foto: dpa

Wegen Gustavo droht Pranjic, Contento, van Buyten und Tymoshchuk die Bank.

 

DOHA Die Gegner sollen Angst vor ihm haben. Doch auch in den eigenen Reihen sorgt er für Unruhe: Luiz Gustavo ist eine Bedrohung – auch für die eigenen Mitspieler. Und das in dreifacher Hinsicht, weil er eben so vielseitig ist. „Wir haben ihn sehr intensiv beobachtet", sagte Sportdirektor Christian Nerlinger, „er hat uns auf drei Positionen überzeugt." In Hoffenheim hat er im defensiven Mittelfeld gespielt, aber auch als Linksverteidiger oder im Abwehrzentrum ausgeholfen. „Er wird der Mannschaft gut tun", meinte Nerlinger. Sicher. Doch für einige wird es nun schwieriger, einen Platz in der Mannschaft zu finden.

Für die Rückrunde ist Luiz Gustavo als Linksverteidiger vorgesehen, als Stammspieler, natürlich. Für Diego Contento und Danijel Pranjic, die sich den Job in der Vorrunde teilten, brechen schwere Zeiten an. Der Kroate ist jetzt schon einer der Verlierer der Vorbereitung auf die Rückrunde. Wegen einer schweren Erkältung konnte er am Sonntag nicht mitfliegen nach Doha, er wird seinen Infekt in München auskurieren und nicht mehr nachreisen.

Contento gibt sich kämpferisch, eine Ausleihe wie die von David Alaba nach Hoffenheim kommt für ihn nicht in Frage. „Ich bleibe hier", sagte er der AZ, „ich bin ja noch jung und will mich dem Konkurrenzkampf stellen, kämpfe um meine Chance. Der Trainer entscheidet dann, wer spielt. Auf mich ist keiner vom Verein zugekommen.“ Das wird auch nicht passieren. „Wir respektieren laufende Verträge“, erklärte Nerlinger, „nur wenn unzufriedene Spieler kommen, sind wir gesprächsbereit. Noch aber hat sich niemand gemeldet."

Auch Anatolij Tymoshchuk und Daniel van Buyten nicht, die nun in Luiz Gustavo noch mehr Konkurrenz in der Innenverteidigung haben. „Bei mir hat sich Real Madrid gemeldet", sagte van Buyten lachend zur AZ, „ich weiß aber noch nicht, ob ich das mache." Und dann ernsthaft: „Ich stelle mich der Konkurrenz, mein Vertrag läuft ja noch bis 2012."

Patrick Strasser

 

0 Kommentare