FC Bayern: Comeback von Bastian Doreth "Demond Greene hat mir beim Einkaufen geholfen"

Steht nach langer Verletzungspause am Sonntag erstmals wieder im FCB-Kader: Aufbauspieler Bastian Doreth. Foto: Augenklick

München - Nach fünfmonatiger Verletzungspause steht FC Bayern-Spieler Bastian Doreth beim Heimspiel gegen Göttingen (Sonntag, 16 Uhr) erstmals in dieser Saison im Münchner Kader. Aufgrund seiner komplizierten Knorpelverletzung drohte dem 22-Jährigen zuvor sogar das Karriereende. Voller Euphorie gab er nun die frohe Botschaft auch über seine Facebook-Seite bekannt: "ICH BIN ZURÜCK!!!!! Freu mich riesig auf euch am Sonntag im Audi Dome."

 

Auch bei Trainer Dirk Bauermann ist die Freude über die Doreths Rückkehr groß: "Basti hat sehr gut trainiert. Er wird uns mit seiner Schnelligkeit, seiner Galligkeit und mit seiner Energie weiterhelfen."

Vor seinem Comeback spricht Doreth über...

...die lange Verletzungspause: "Anfangs war es schon sehr hart. Dass man sich nicht einmal mehr ohne Weiteres ein Glas Wasser aus der Küche holen kann, daran muss man sich erst gewöhnen."

...die Unterstützung der Mitspieler: "Die Mannschaft hat mir in dieser schwierigen Phase total geholfen. Steffen Hamann hat beispielsweise den Chauffeur gespielt und mich immer mit ins Training genommen. Oder Demond Greene: Der hat mir beim Einkaufen geholfen und mir außerdem immer sehr viel Mut zugesprochen. Er hat ja leider schon viel Erfahrung mit schlimmen Verletzungen."

...die Angst vor dem Karriereende: "Als der Arzt eine komplizierte Knorpelverletzung diagnostizierte und sagte, dass ich möglicherweise nie wieder Leistungssport betreiben könnte, war das natürlich ein riesengroßer Schock. Die Chancen, dass es weitergeht, betrugen sogar nur 50%. Doch ich bin ein sehr positiver Mensch. Während der letzten Monate habe ich nie an das mögliche Ende gedacht, sondern immer nur daran, dass ich schnellstmöglich zurückkehren kann und will."

...Rückschläge während der Reha: "Es gab auf jeden Fall Tiefpunkte. Zwischendurch waren die Knieschmerzen so groß, dass ich schon angefangen habe, alles in Frage zu stellen. Doch dann haben mir unser Physiotherapeut und die Ärzte immer wieder gut zugesprochen. Und plötzlich ging es tatsächlich wieder aufwärts."

...sein Comeback: "Ich bin seit zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining, habe mich aber langsam rangetastet. Seit einer Woche kann ich nun alles wieder normal mit vollem Körperkontakt und Einsatz mitmachen. Ich überprüfe nach jedem Training, ob das Knie auf die Belastung reagiert hat, aber das war nie der Fall. Ich habe wieder vollstes Vertrauen in mein Knie."

...seine Bundesliga-Premiere im Bayerndress: "Das Niveau ist auf jeden Fall nochmal ein ganzes Stück höher als in der ProA, doch ich denke, ich muss mich nicht verstecken. Spielerisch darf ich zwar noch keine allzu großen Erwartungen an mich selbst haben, dazu war die Pause zu lang. Trotzdem bin ich überzeugt, dass ich der Mannschaft auch jetzt schon weiterhelfen kann – als Energizer von der Bank kommend. Und klar ist: Für den Erfolg der Mannschaft werde ich mich notfalls auch hinten anstellen."

 

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