FC Bayern: Bundesliga-Auftakt gegen Gladbach Guardiola: "Nicht der beste Trainer der Welt"

Vor dem Bundesliga-Auftakt des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach spricht Pep Guardiola über den Gegner, den kranken Thiago, das Debüt von Mario Götze und die Mär vom besten Trainer der Welt.

 

Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

13.13 Uhr: Guardiola geht, das war's. Danke fürs Mitlesen!

13.12 Uhr: Was erwartet er? "Ich hoffe, wir spielen so gut wie möglich. Aber immer vor einem Spiel denke ich mir: Es wird ein sehr, sehr gefährliches Spiel. Ich vertraue meinen Spielern, aber ich bin mir sicher, dass es morgen ein sehr, sehr gefährliches Spiel werden wird." Schluss, Aus, Ende!

13.10 Uhr: Wir er morgen nervös sein? "Also heute bin ich nicht nervös, heute, vor Dir", sagt er zum Fragensteller, "wir sind vertraut. Aber natürlich morgen, vor dem Spiel, werde ich ein bisschen nervös sein, werde überlegen, was passieren kann. Aber ich habe Glück, hier zu sein, mein erstes Bundesligaspiel zu machen. Hoffentlich ist es nicht mein letztes!" Was macht er? "Ich bleibe meistens in meinem Zimmer und überlege. Was wäre die Lösung, wenn das Spiel nicht gut läuft? Ich spreche mit Dome, mit Hermann, mit den Spielern. Das ist alles."

13.09 Uhr: Wann kommt Götze zum Einsatz? Beim Freundschaftsspiel am Sonntag? Pep: "Ja, vielleicht. Ein paar wenige Minuten."

13.08 Uhr: Ist jemand nicht dabei? "Luiz Gustavo ist verletzt, Thiago ist krank, hat seit gestern Fieber, ich weiß nicht, was morgen passiert. Götze ist noch nicht dabei."

13.05 Uhr: Wer ist dann eigentlich bester Trainer des Welt? Guardiola: "Das muss man die Spieler fragen. Ich kann sie nur unterstützen. Titel sind Titel. Am Ende meiner Karriere hier gibt es vielleicht ein oder zwei Spieler oder auch keinen, der sagt: dieser Trainer hat mir geholfen. Es gibt so viele gute Trainer auf der Welt, die kleine Mannschaften trainieren. Ich habe das in meinem ersten Jahr gelernt, als ich in der dritten Liga war. Aber sie hatten nicht Ribéry, Messi oder Schweinsteiger... Also habe ich Glück. Es heißt immer: Mit einem Titel ist man gut, ohne nicht. Wir müssen das akzeptieren, aber das ist nicht die Wahrheit. Das wichtigste sind die Spieler und was bei ihnen ankommt. Der beste Titel ist für mich, wenn ein Spieler nach zwei, drei Jahren zu mir sagt: Du hast mir sehr geholfen. Nicht, wenn jemand einen Pokal hochhebt." Pokale landen eh irgendwann im Keller, sagt er.

13.02 Uhr: Pep sagte am Montag, Bayern könne nicht jedes Spiel 7:0 gewinnen. Guardiola erklärt: "Ich bin nicht der beste Trainer der Welt! Ich war der Trainer einer der besten Mannschaften der Welt. Wir hatten eine lange Zeit eine gute Performance. Aber der Trainer hängt immer von seinen Spielern ab. Das wichtigste ist nicht, wie gut ich bin. Wichtig ist, wie gut ich meine Ideen in die Köpfe der Spieler vermitteln kann. Am wichtigsten ist, dass mir die Spieler vertrauen. Ich muss nun in der Lage sein, auch hier gut zu arbeiten. Ich mag meine Spieler überzeugen und sie unterstützen und ihre Qualitäten hervorbringen. Das ist mein Ziel, das ist mein Fokus. Natürlich wusste ich vorher, dass ich hier gewinnen muss. Bei einer Niederlage werde ich kritisiert. Ich muss das akzeptieren - sonst wäre ich besser in New York geblieben..."

13.00 Uhr: Frage auf Englisch: Wie ist die Taktik gegen Dortmund. Äh... Gladbach. "Respekt vor dem Gegner, auf das Hören, was der Trainer sagt, den Kopf oben behalten, schnell spielen, nach vorne spielen so gut wie möglich, zusammen verteidigen, zusammen helfen - und Spaß haben."

12.59 Uhr: Wer gewinnt die Wahl zu Europas Fußballer des Jahres: Messi, Ronaldo oder Ribéry? "Es ist schwer zu sagen. Ich freue mich für Messi, er war wichtig in meiner Karriere. Ich finde Franck hat die letzten Jahre super gespielt, war bei Bayern ein Ausnahmespieler. Als ich bei Barcelona war, wollte ich ihn gerne haben - aber mit Uli und Kalle ist das unmöglich. Und Ronaldo hat gespielt wie Messi - unglaublich. Alle drei verdienen es. Ich bin glücklich, dass ich es nicht auswählen muss."

12.57 Uhr: Ist Bayern zu schlagen? "Klar. Klar kann er (Lucien Favre, d. Red.) daran glauben, seine Arbeit gut zu machen. Man merkt immer, ob hinter einer Mannschaft ein guter Trainer steckt oder nicht. Und ich bin mir sicher: Hinter dieser Mannschaft steckt ein sehr guter Trainer."

12.55 Uhr: Jetzt gibt's eine Frage auf Catalán. Inhalt: Pep wird über seine Beziehung zum FC Barcelona gefragt. "Ich respektiere Barcelona und deren Vereinsführung. Es war ein wichtiger Teil meines Lebens. Aber alles, was ich über Barcelona sage, sollte hier bleiben und nicht wieder zurückkommen." Er will also keinen verbalen Schlagabtausch über tausende Kilometer hinweg.

12.53 Uhr: Schweinsteiger ist nicht fürs Freundschaftsspiel gegen Paraguay nominiert. Abgesprochen mit Löw, der ihn besucht hat? "Ja. Es war sehr, sehr nett. Ich bin glücklich, dass er gekommen ist. Wir haben über verschiedene Themen gesprochen, Basti war eines davon. Sie haben untereinander gesprochen und wir haben über seine physische Verfassung gesprochen. Über seine Qualitäten gibt es keine Zweifel, er ist einer der besten Spieler der Welt. Aber er braucht noch Zeit, um wieder gute Kondition zu erreichen."

12.52 Uhr: Ist man top vorbereitet? Jein. "Javi ist zu spät angekommen, Bastian hat ein bisschen weniger Training, Mario Götze erst drei Einheiten. Zuviele Spieler hatten keine lange Vorbereitung. Wir brauchen mehr Zeit. Wir müssen das jetzt so gut wie möglich organisieren. Für morgen habe ich eine Idee, mit wem wir spielen werden. Aber zuerst müssen das die Spieler erfahren."

12.50 Uhr: Wie sieht der Zeitplan aus? "Ich mag nicht, dass meine Mannschaft zuviel Zeit im Hotel verbringt. "Es ist besser, die Spieler bleiben zuhause, schlafen dort." Morgen gibt's dann ein kurzes Anschwitzen an der Säbener Straße, danach gibt's eine Besprechung, dann geht's mittags für ein paar Stunden ins Hotel nach Schleißheim.

12.48 Uhr: Sein Fazit der Vorbereitung? "Es ist schwer zu sagen, bei wieviel Prozent wir stehen. Wir sind in einem Prozess. Das wichtigste ist, dass die Spieler zufrieden sind. Morgen startet unsere Saison - und wir sind bereit."

12.46 Uhr: Gladbach? "Sie arbeiten sehr, sehr gut, sind perfekt im Defensivverhalten. Sie sind eine sehr gute Kontermannschaft, wie viele in der Bundesliga." Pep lobt den kommenden Gegner - das ist so wie bei Jupp. "Wir wissen, was die letzten zwei Jahre passiert ist - eine Niederlage und ein Unentschieden. Herrmann Gerland hat gesagt: Gladbach ist immer ein gefährlicher Gegner für Bayern und ich soll den Telekom Cup vergessen." Da hat Bayern in 60 Minuten locker 5:1 gewonnen.

12.45 Uhr: Wer spielt? "Das werde ich im letzten Moment mit Dome und Hermann entscheiden." Aus 28 mach 18 heißt es dann.

12.43 Uhr: Wie fit ist die Mannschaft? Pep: "Die Mannschaft ist in Ordnung." Wie war die Vorbereitung: "Ich bin sehr zufrieden. Ich verstehe unsere Stärken, unsere Schwächen." Ist er nervös? "Nein."

12.42 Uhr: Da isser! Kariertes Hemd, graue Hose. Der Pep.

12.40 Uhr: Jupp Heynckes war ja immer äußerst pünktlich.

12.38 Uhr: Warten auf Pep. Die Kollegen quasseln, einer kritzelt das Cover des neuen Bayern-Magazins voll; da ist Pep vorne drauf. In einem weißen (!) Hemd. Der Kollege hat jetzt fett "Nike" drauf gemalt. Hehe.

12.35 Uhr: Wo ist Pep? Vor fünf Minuten sollte es eigentlich losgehen. Vielleicht steht er gerade vor einem Kleiderständer mit verschiedenen karierten Hemden und kann sich nicht entscheiden...

12.30 Uhr: Jupp Heynckes war ja immer pünktlich.

12.28 Uhr: Ein paar Bayern-Mitarbeiter haben gerade eben noch hektisch die Sponsorenübersicht hinter dem Podium im Presseraum an der Säbener Straße angebracht. Eine Stoffplane mit Klettverschluss. Jetzt dürfte alles passen.

12.26 Uhr: Seit dem 26. Juni ist Guardiola nun an der Säbener Straße. Was wir schon wissen: Wie auch bei Jupp Heynckes gibt’s bei Pep keine Stammspieler, Thiago war sein Lieblingsspieler (und nicht Götze) und er hat eine recht füllige Vorstellung vom Wort „wenig“ („Ich werde wenig verändern“). Achja und: Er hat ein Faible für karierte Hemden und kann allen Gerüchten zum Trotz nicht übers Wasser laufen.

12.24 Uhr: Und dennoch: Trotz Triple dürstet Bayern nach weiteren Titeln. Im neuen Bayern-Magazin schreibt Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nicht umsonst: "Am 1. Juli wurden die Uhren wie jedes Jahr wieder zurück auf Null gestellt." Hätte man alles beim alten belassen, "dann hätten wir vielleicht die Deutsche Meisterschaft im Schulterklopfen gewonnen – aber Stillstand ist gleichbedeutend mit Rückschritt".

12.22 Uhr: Durch die Testspiele der Saisonvorbereitung sind die Bayern recht gemütlich durchmarschiert, haben aber das wichtigste Spiel verloren: 2:4 im DFL-Supercup gegen Borussia Dortmund. Somit sind für Pep in seiner ersten Saison "nur noch" fünf Titel möglich.

12.20 Uhr: Hallo und herzlich Willkommen zur ersten offiziellen Pressekonferenz von Pep Guardiola als Bundesliga-Trainer. Morgen geht die Saison los, zuhause geht's gegen Borussia Mönchengladbach - witzigerweise derselbe Gegner, mit der die vergangene Saison aufhöre (4:3-Auswärtssieg). Mal hören, was Pep Guardiola so zu erzählen hat, bevor der Ernst des Lebens wieder losgeht.

 

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