FC Bayern Brehmes AZ-Check: Dante ist Bayerns Bester

Nicht nur das Tanzen hat er drauf: Bayerns Abwehrspieler Dante, einer der besten seiner Zunft. Foto: dpa

1990-Weltmeister Andreas Brehme checkt für die AZ die Hinrunde der Neuen – und ist von Dante begeistert. Doch auch Pizarro wird noch wichtig

 

MÜNCHEN Die Hinrunde ist so einseitig verlaufen, Andreas Brehme legt sich einfach mal fest. „Die Meisterschaft gewinnt mit 1000-prozentiger Wahrscheinlichkeit der FC Bayern”, sagte der Weltmeister von 1990. Dass Bayern mit neun Punkten Vorsprung in die Rückrunde geht, war auch ein Verdienst der Neuzugänge. Die AZ hat mit Brehme ein Ranking erstellt:

PLATZ 1: DANTE
Zwischenzeugnis: Alle wichtigen Spiele von Beginn an. Hat sich zum Abwehrchef entwickelt, wurde vom „Kicker” zum besten Innenverteidiger der Liga gewählt. „Ich tanke gerade Sonne, lade in Salvador in Brasilien meine Batterien auf”, ließ der 29-Jährige ausrichten: „Damit ich in der Rückrunde wieder Top-Niveau abrufen kann.”
Brehme: „Eine Riesenverstärkung, einer der großen Sieger der Hinrunde, auch für mich der beste Innenverteidiger der Liga. Er begeht sehr wenige Fouls, steht sicher, antizipiert gut. Er wird seinen Wert auch noch in der Champions League unter Beweis stellen. Ich traue ihm zu, dass er für Brasilien bei der WM 2014 spielt – das ist ja sein großer Traum.”

PLATZ 2: XHERDAN SHAQIRI
Zwischenzeugnis: Starker Start mit Doppelpack im Pokal gegen Regensburg, dann ein Hänger, zuletzt wieder stark (Torschütze gegen Augsburg). Hat Bayerns Mittelfeld noch mehr Dynamik eingehaucht.
Brehme: „Er ist noch sehr jung, aber unheimlich sympathisch. Wenn er im Spiel eingewechselt wird, ist sofort Leben. Abseits des Platzes ist er aber ganz anders, bodenständig. Ich habe ihn mal getroffen und meine Komplimente ausgedrückt – er wird seinen Weg bei Bayern machen.”

PLATZ 3: JAVI MARTÍNEZ
Zwischenzeugnis: Schweinsteigers Nebenmann hat ein Orientierungssemester hinter sich, in der Rückrunde folgen jetzt die Prüfungen.
Brehme: „Bei ihm wirkt die hohe Ablösesumme noch wie eine Bürde. Er wird die 40 Millionen auf Dauer wert sein. Ich bin gespannt, wie er spielt, wenn er die Vorbereitung auf die Rückrunde mitmacht.”

PLATZ 4: MARIO MANDZUKIC
Zwischenzeugnis: Traf anfangs wie er wollte. Seit seinem umstrittenen Gruß und Gomez’ Comeback aber torlos.
Brehme: „Als sich das Team noch finden musste, war er mit seinen Toren da – das muss man ihm hoch anrechnen. Torlose Phasen hatten selbst die größten Stürmer.”

PLATZ 5: CLAUDIO PIZARRO
Zwischenzeugnis: Hatte eine super Woche mit Doppelpack im Pokal gegen Lautern und Hattrick in der Königsklasse gegen Lille. In der Liga torlos – und die klare Nummer drei hinter Gomez und Mandzukic.
Brehme: „Pizarro kann man immer als Joker reinwerfen, im Strafraum ist er der gefährlichste Bayern-Stürmer. Seine Zeit in dieser Saison wird noch kommen – vor allem in der Champions-League.”

PLATZ 6: TOM STARKE
Zwischenzeugnis: Spielte gegen Lautern, hielt dabei seinen Kasten sauber. Sonst die klare Nummer zwei hinter Neuer.
Brehme: „Ich habe nicht verstanden, wieso Hoffenheim ihn hat gehen lassen. Für Bayern ist er ein Sechser im Lotto, eine super Nummer zwei.”

PLATZ 7: MITCHELL WEISER
Zwischenzeugnis: Der 18-Jährige spielte elf Minuten im Pokal, kickt sonst für Scholls Zweite.
Brehme: „Der Schritt zu den Bayern-Profis ist bei ihm noch zu groß, abschreiben darf man ihn aber nicht. Alaba wurde auch erst über eine Ausleihe zum Stammspieler.”

 

4 Kommentare