FC Bayern Beckenbauer: "Van Gaal verhält sich korrekt"

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In Sky90 sprach Experte Franz Beckenbauer am Sonntagabend über die wichtigsten Ereignisse rund um den 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

 

Franz Beckenbauer über...

...über das gestörte Verhältnis zwischen Bayern-Trainer Louis van Gaal und Uli Hoeneß: „Es schaut so aus, als ob Louis van Gaal empfindlich ist. Aber ich finde auch, van Gaal verhält sich korrekt. Der Uli beschwert sich, dass er in Entscheidungen nicht mehr eingebunden wird. Aber es war ja auch sein Wunsch, von seiner Managertätigkeit in meine Fußstapfen zu treten und den Präsidenten zu übernehmen. Aber damit ist er aus dem Tagesgeschäft draußen. Der Uli ist nicht mehr in dem operativen Geschäft dabei – das muss er erst noch lernen. Wenn man 30 Jahre so intensiv im Geschäft ist, Tag und Nacht da war und jetzt wird er nicht mehr gefragt, wie er es 30 Jahre gewohnt war - dann dauert es eine Zeit.“

… über den Disput zwischen Arjen Robben und Thomas Müller: „Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich es nicht gesehen habe. Ich denke, es war eine kleine Meinungsverschiedenheit. Auf Fotografien ist es immer schwer zu urteilen. Aber es hat auch etwas Positives: Die Mannschaft lebt. Sie will mehr, als die Blamage in der Hinrunde, wo sie gedemütigt wurde. Arjen Robben ist wieder dabei. Ein Garant, der letztes Jahr den Unterschied ausgemacht hat. Die Mannschaft schöpft wieder Hoffnung. Ich sehe trotz aller Diskussionen um diese Handgreiflichkeit etwas Positives, weil die Mannschaft lebt.“

… über das Pokal-Los der Bayern, die im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Schalke 04 spielen: „Es ist eines Finales würdig. Wichtig für die Bayern ist, dass sie ein Heimspiel haben – also sie haben es in der Hand, ins Finale zu kommen.“

... über die Krise bei Werder Bremen: „Ich kann mich nicht daran gewöhnen, dass Werder Bremen da unten steht. Wenn ich an Werder denke, dann schaue ich auf das obere Drittel: Wo sind sie? Ich habe keine Ahnung, was da falsch gelaufen ist. Naldo fehlt an allen Ecken, der Weggang von Mesut Özil und am Ende waren es einige negative Erlebnisse. Aber dass sie so weit unten sind…?“

… auf die Frage, ob Thomas Schaaf zurücktritt: „Es kann sein, wenn es ihm zu lästig wird und er die Kurve mit seiner Mannschaft nicht bekommt, dass er dann sagt, es soll ein anderer versuchen: Er ist seit 40 Jahren bei diesem Klub, als Spieler und als erfolgreicher Trainer. Aber irgendwann magst du dich nicht mehr permanent stellen müssen. Er hat für den Deutschen Fußball viel getan. Ich wünsche ihm, dass er die Kurve bekommt. Es ist leider keiner da, der die Ärmel hochkrempelt. Da sollte man den Hebel ansetzen: 42 Gegentore in 20 Spielen – das ist Marke Selbstmord.“

 

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