FC Bayern Basketball vor Euroleague-Start Schwerer Auftakt für Bayern und ALBA - "Niederlage keine Tragödie"

Der FC Bayern Basketball und ALBA Berlin sind in der Euroleague-Saison 2014/2015 aus Deutschland am Start. Foto: AZ-Montage | dpa

Zum Start in die neue Euroleague-Saison erwarten die Basketballer von ALBA Berlin und dem FC Bayern denkbar harte Aufgaben. Während sich die Pokalsieger aus der Hauptstadt bescheiden geben, klingen die Münchner Meister vor der Reise nach Barcelona angriffslustig.

 

München - Nach ihrem makellosen Pflichtspielstart stehen die beiden deutschen Topclubs ALBA Berlin und Bayern München vor den ersten richtigen Härtetests. Zum Start der Euroleague treten die Münchner Basketballer am Freitag (21.30 Uhr) beim FC Barcelona als klarer Außenseiter an - einschüchtern ließ sich der Meister vor der Abreise nach Spanien aber nicht. Die Hauptstädter, die mit einer Wildcard in der Königsklasse antreten, dürfen die Saison Zuhause gegen die reichen Russen von ZSKA Moskau (20.15 Uhr/Sport1) eröffnen.

Dabei gilt vor allem der Meister vom FC Bayern Basketball als neues Zugpferd des deutschen Basketballs. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Bayern München als große weltweite Sportmarke an einem Wettbewerb teilnimmt und dabei nicht den Sieg anstrebt", erklärte der Jordi Bertomeu (Präsident der Euroleague), weiter.

Auf der Jagd nach internationalen Erfolgen haben die Münchner allerdings eine denkbar schwere Gruppe erwischt. Neben Barcelona wird das Team von Trainer Svetislav Pesic auch von Panathinaikos Athen, Armani Mailand und Fenerbahce Istanbul herausgefordert. In der Vorrundenstaffel C treten sechs nationale Meister gegeneinander an.

Angst einjagen lässt man sich an der Isar nicht. "Barcelona ist eines der stärksten Teams in ganz Europa, aber auch sie sind schlagbar", urteilte Forward Dusko Savanovic. "Mit den wertvollen Erfahrungen aus der vergangenen Saison können wir meiner Meinung nach auch in Barcelona bestehen, allerdings braucht man ein perfektes Spiel, um dort gewinnen zu können", befand Geschäftsführer Marko Pesic.

Seinen Vater Svetislav erwartet eine ganz besondere Partie, hatte er doch drei Jahre lang in Barcelona gearbeitet und den Club 2003 zum Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Euroleague-Triumph geführt. Als Spanien-Kenner weiß Pesic, dass man dort ebenfalls die Erfolge der Münchner registriert hat: "Auch unsere Gegner wissen jetzt, dass ein Sieg gegen den FC Bayern Basketball inzwischen viel wert ist."

Anders sieht die Situation in Berlin aus: Obwohl die "Albatrosse" in der Euroleague fünf von zehn Duellen mit ZSKA für sich entscheiden konnten, geht das Team von Trainer Sasa Obradovic als klarer Underdog in das Aufeinandertreffen. "Gleich im ersten Spiel treffen wir auf den großen Favoriten nicht nur unserer Gruppe, sondern der gesamten Euroleague", erinnerte Obradovic, für den "eine Niederlage keine Tragödie" wäre.

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ZSKA gewann die vergangenen zwölf Meisterschaften in Russland und stand in dieser Zeitspanne nicht weniger als elfmal unter den besten vier Mannschaften Europas. "Gegen diese Spieler und einen sehr guten Coach kann niemand einen Sieg von uns erwarten", ergänzte der Serbe.

Dabei haben die Berliner mit dem 94:93-Erfolg gegen NBA-Meister San Antonio erst jüngst alle Erwartungen übertroffen. Der Triumph über die Texaner war nicht nur für das Selbstwertgefühl des achtmaligen Meisters positiv, sondern auch Werbung für den deutschen Basketball. In Europa wird diese Entwicklung registriert. Bereits zum dritten Mal in Serie sind in der Königsklasse zwei deutsche Mannschaften vertreten. "Wir geben einen festen Platz an den Meister und laden ein weiteres Team ein. Das hat bislang gut funktioniert", sagte Euroleague-Präsident Jordi Bertomeu der Nachrichtenagentur dpa.

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