FC Bayern Basketball Pleite im Prestigeduell - 72:80 gegen Berlin

Die Basketballer des FC Bayern verlieren im letzten Spiel vor den Playoffs mit 72:80 gegen Erzrivale Alba Berlin.

 

MÜNCHEN Eine Niederlage mit ganz bitterem Nachgeschmack: Die Basketballer des FC Bayern verlieren ihr letztes Saisonspiel - zu Hause und ausgerechnet gegen Alba Berlin. Mit der wohl derzeit heißesten Mannschzaft der Liga verbindet die Bayern eine tiefe Rivalität - was sie aber nicht auf dem Parkett in das notwendige Feuer umsetzen konnten. Den Favoritenstatus in den Playoffs ist die Mannschaft von Coach Svetislav Pesic nach dieser Pleite in der eigenen Halle erst einmal los.

Gleich in den ersten fünf Minuten mussten die Bayern einen 5:13-Lauf hinnehmen, sie wirkten ideenlos gegen die giftigen Berliner, die zu diesem Zeitpunkt ganz offensichtlich mehr Lust hatten, dieses Basketballspiel zu gewinnen. Mit 15:25 ging das erste Viertel zu Ende - was Svetislav Pesic entsprechend veranlasste, seiner Mannschaft Feuer zu machen: Die Aggressivität nahmen die Bayern mit auf das Parkett, holten bis zum 37:41 nach zwanzig Minuten auf, schienen das Spiel fast drehen zu können. Erstaunlich: Dabei warf das Team um US-Star Malcolm Delaney null Prozent von der Dreierlinie - neun Würfe, kein Treffer.

Das dritte Viertel allerdings gehörte wieder Alba, mit einer Selbstverständlichkeit, nach der die Bayern vergeblich suchten. Jeder Abschluss, jeder Korb, schien ihnen ein kleines bisschen schwerer zu fallen, als den Berlinern, die ihnen im Hinspiel schon eine überaus empfindliche 74:94-Niederlage zugefügt hatten. Ein mutiger Dreier von Heiko Schaffartzik zum 55:59, dem Stand nach drei Vierteln, verschaffte Pesic' Team dann aber doch noch ein wenig Schwung für die letzten zehn Minuten.

Da kam es natürlich ausgesprochen ungelegen, dass die Bayern dann über mehr als zwei Minuten gar keinen Korb mehr erzielten - ehe John Bryant einen Rebound in den Ring tippte. Was Berlin wiederum locker abschüttelte - und fünf Minuten vor Schluss schon wieder zehn Punkte (59:69) vorne lag. Dann wurde es noch ein bisschen ruppig, Yassin Idbihi und Reggie Redding tauschten Zärtlichkeiten aus, Idbihi ging daraufhin mit fünf Fouls vom Platz. Am Schmerz über die Niederlage änderte das aber letztendlich nichts.

 

0 Kommentare