FC Bayern Basketball Niederlage in Moskau: Exzellent verloren

Bayern-Star Chevon Troutman wird von Moskau in die Mangel genommen. Foto: dpa

Die Basketballer des FC Bayern unterliegen mit 70:77 in Moskau – die Chancen auf das Viertelfinale sinken stark. Nach einem Tag Pause geht es zum Pokal-Finalturnier.

 

MOSKAU Insgesamt 30 Minuten lang waren die Basketballer des FC Bayern eine echte Spitzenmannschaft. Eine, die auf Augenhöhe mit den Besten in Europa spielt. Nur dauert ein Basketballspiel eben 40 Minuten. Was am Ende bedeutete: Dass die Bayern in der Euroleague trotz respektabler Leistung bei ZSKA Moskau mit 70:77 verloren.

„Wir dürfen nicht unglücklich sein mit unserem Spiel heute Abend. Ich denke, dass wir uns hier so präsentiert haben, wie wir es uns vorgenommen hatten“, sagte Trainer Svetislav Pesic nach dem Spiel. „Das dritte Viertel war dann entscheidend. Da hatten wir zu viele Turnovers, wobei ich nichts Schlechtes über meine Spieler sagen kann. Sie haben das gesamte Spiel über gut gekämpft und phasenweise exzellenten Basketball gezeigt.“

So gewannen die Bayern in Moskau nicht nur das Rebound-Duell insgesamt mit 35 zu 23, auch die Wurfquoten waren sehr ordentlich. Einziger Makel eben: Die 18 Ballverluste, acht weniger als Moskau. Und viel zu viele, wenn man bei einem 40-Millionen-Team auch noch gewinnen möchte. „Das war über weite Strecken eine gute Leistung unserer Jungs. Im dritten Viertel hat ZSKA seine große Qualität und Erfahrung ausgespielt, deshalb gehören sie auch zu den Favoriten. Trotzdem haben wir uns gut verkauft“, fasste Sportdirektor Marko Pesic zusammen.

Die Chancen auf das Erreichen des Viertelfinals sind damit weiter gesunden – vor allem, weil Galatasaray Istanbul, neben Lokomotiv Kuban direkter Konkurrent um Platz vier in der Bayern-Gruppe F, souverän mit 84:72 gegen Kaunas gewann. Das bedeutet nun: Die Bayern müssen beide verbliebenen Euroleague-Spiele, gegen Tel Aviv und Kuban, gewinnen. Und Galatasaray, mit dem gewonnen direkten Vergleich gegen den FC Bayern ausgestattet, darf weder gegen Real Madrid (unwahrscheinlich) noch gegen Partizan Belgrad (schon eher wahrscheinlich) gewinnen.

Bevor sie sich wieder mit der Euroleague befassen darf, steht für Pesics Mannschaft allerdings eine ganz andere Herausforderung auf dem Plan: Nach genau dem Freitag zur Regeneration spielt Bayern am Samstag und Sonntag im Pokal-Finalturnier in Ulm – zuerst am Samstag (20 Uhr, live auf Sport1) gegen den Gastgeber, dann möglicherweise am Sonntag (15 Uhr, ebenfalls Sport1) gegen den Sieger des Spiels Alba Berlin gegen die Baskets Bamberg.

Drei Spiele in vier Tagen, eine Hammeraufgabe. Und es geht um nicht weniger als den ersten Titel seit dem Pokalsieg 1968.

 

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