FC Bayern Basketball Gegen Real Madrid: Der Parkett-Ronaldo heißt Rudy

Sergio Llull ist einer der Top-Stars bei Real Madrid. Foto: dpa

Die Basketballer reisen nach Madrid – und sind totaler Außenseiter. Die AZ stellt den Gegner vor. Seine Stars, seine Legenden - seine Titel.

 

MADRID Was die Bundesliga betrifft, stehen Fußballer wie Basketballer des FC Bayern dort, wo sie dem Selbstverständnis des Vereins entsprechend hingehören: an der Tabellenspitze. Aber während die Fußballer als amtierender Champions-League-Sieger auch in Europa die Nummer eins sind, haben die Basketballer hier noch einen weiten Weg vor sich: Zwar haben sie sich in der Euroleague für die Runde der besten 16 Mannschaften qualifiziert – sind aber keinesfalls Favorit.

Der ist Real Madrid. Am Mittwochabend treten die Bayern dort an (20.55 Uhr, Livestream auf tv.sport1.de), gegen die bisher ungeschlagenen Madrilenen. „In Madrid sind wir natürlich totaler Außenseiter, das ist wahrscheinlich die beste Mannschaft in Europa“, sagt Präsident Uli Hoeneß. „Da erwartet natürlich kein Mensch einen Sieg.“ Im Fußball sind Real und seine Stars weltbekannt Die AZ stellt den Gegner der Bayern-Basketballer vor.

Der Ronaldo – ist Rudy Fernandez. Genau wie der jüngst gekürte Weltfußballer ist der 28-jährige Ex-NBA-Star ein Freund der Selbstinszenierung – und bei den Frauen fast genauso beliebt. Nach einer durchaus respektablen Karriere in den USA kehrte er 2011 nach Spanien zurück – und zaubert auf dem Parkett seitdem für Real.

Die Legenden – heißen im Fußball David Beckham, Emilio Butragueno, Vicente del Bosque oder Raul. Im Basketball sind es Größen wie der 2,20-Meter Riese Arvydas Sabonis aus Litauen, der nach seiner Zeit bei Real (1992-95) in der NBA durchstartete. Oder Drazen Petrovic (88-89), einer der größten europäischen Basketballer aller Zeiten, dessen Karriere 1993 durch einen tödlichen Autounfall aufs Tragischste beendet wurde. Eine Madrider Legende ist Aufbauspieler Juan Antonio Corbalán, zwischen 1972 und 1986 zwölfmal Meister mit Real.

Die Rivalen – das ist zum einen wie auf dem Rasen natürlich der FC Barcelona, der seinerseits ein europäisches Spitzenteam stellt. Zum anderen der städtische Konkurrent: der heißt im Basketball aber nicht Atletico, sondern CB Estudiantes.

Die Triumphe – machen Real in beiden Sportarten zur erfolgreichsten Mannschaft in der jeweiligen Königsklasse: Neun Landesmeister-/Champions-League-Titel sind es im Fußball, acht im Basketball. Die spanischen Meisterschaften: 31 und 32.

Das Bernabeu – ist für die Basketballer ihr Palacio de Deportes (maximal 16000 Zuschauer). Gebaut 1960, brannte die Halle 2001 fast komplett nieder und wurde bis 2005 neu errichtet. Die Atmosphäre dort ist legendär – laut und intensiv. Auch das wird es dem FC Bayern keinesfalls einfacher machen.

 

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