FC Bayern Basketball Gegen Bamberg: Das erste Liga-Finale

Bayerns Bryce Taylor im Kampf um den Ball - gegen Bambergs Rakim Sanders und D'or Fischer. Foto: dpa

Die Basketballer spielen am Sonntag in Bamberg – das wichtigste BBL-Spiel bisher, es geht um Platz 1 und damit auch Heimrecht in den Playoffs. TV-Experte Michael Körner macht den Check.

 

MÜNCHEN Sechs Spieltage stehen in der Basketball-Bundesliga noch aus – aber für den FC Bayern beantwortet sich aller Wahrscheinlichkeit nach schon am Sonntag die ganz entscheidende Frage vor den Playoffs: Erster oder Zweiter? Die Bayern, als Tabellenführer, spielen beim großen Rivalen in Bamberg (17 Uhr, live auf Sport1).

Es ist das erste Liga-Finale für die Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic. Verliert der FC Bayern, bedeutet das wohl: Die unangenehmen Ulmer oder Bonner im Viertelfinale. Wahrscheinlich Pokalsieger und Intimfeind Berlin im Halbfinale. Und kein Heimrecht in der Finalserie, mutmaßlich gegen Bamberg. All das würden sich die Bayern ersparen, sollten sie gegen ebendiese Bamberger gewinnen und als Erster in die Playoffs gehen. Was am Sonntag in Franken passiert, wird die Bayern-Saison also bis spät in den Juni maßgeblich beeinflussen. TV-Experte Michael Körner, der das Spiel kommentieren wird, macht den Team-Check.

Guards: Malcolm Delaney ist Bayerns Star-Aufbauspieler. „Aber bei ihm weiß ich nicht, wo die Reise hingeht“, sagt Körner. „Die erste Saisonhäflte war einfach nur stark. Jetzt wirkt er manchmal verunsichert.“ Auf der anderen Seite: Jared Jordan. „Ihm fehlt die Konstanz. Und es stellt sich die Frage: Kann er wirklich Spiele gewinnen?“ Der Unterschied? „Bamberg kann einen Jamar Smith von der Bank bringen. Er ist der X-Faktor, der Schlüsselspieler. So jemanden hat Bayern nicht.“

Vorteil Bamberg – 1:0

Forwards: „Nihad Djedovic ist der Mann für entscheidende Situationen“, sagt Körner. Bayers bosnischer Forward „ist eins-gegen-eins nicht zu stoppen.“ Bambergs NBA-erprobter US-Star Casey Jacobsen dagegen „ist nicht mehr so stark wie früher.“ Davon abgesehen ben sowohl Bamberg mit Nationalspieler Elias Harris, Rakim Sanders und Ex-Münchner Sharrod Ford als auch Bayern mit dem Trio Chevon Troutman, Deon Thompson und Boris Savovic sowie Robing Benzing und Paul Zipser erstklassiges Personal.

Vorteil Bayern – 1:1

Center: „Auch wenn John Bryant immer noch nicht hundertporzentig ins Spiel gefunden hat: Im Paket mit Yassin Idbihi hat Bayern hier mehr zu bieten“, sagt Körner. „Bambergs D’or Fischer war sicherlich eine Schlüsselverpflichtung – aber dafür enttäuscht dort Maik Zirbes.“

Vorteil Bayern 1:2

Trainer: „So unterschiedlich Chris Fleming und Svetislav Pesic auch sind – beide sind herausragende Trainer“, sagt Körner. „Pesic hat das Gesetzbuch des Defensiv-Basketballs geschrieben – Fleming macht unter dem großen Erfolgsdruck in Bamberg einen sehr guten Job.“

Unentschieden – 1,5:2,5

Heimspiel-Faktor: „Die Stimmung in Bamberg ist extrem intenstiv. Die Schiedsrichter sind 70 Zentimeter von der ersten Zuschauerreihe entfernt“, sagt Körner. „Wenn es nur um das Personal geht, wenn alle Spieler ihre Leistung abrufen, liegt Bayern vorne. Aber der Heimvorteil durch die Fans ist in Bamberg ist immens. Unmöglich, sich auf einen Sieger festzulegen.“

Vorteil Bamberg – Endstand 2,5:2,5

 

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