FC Bayern Basketball Doreth: "Wachgerüttelt"

Am Boden zerstört: Bayern-Kapitän Steffen Hamann. Foto: Jan Huebner

Ausgerechnet gegen Artland im Viertelfinale verliert der FC Bayern zu Hause – erstmals seit Ende 2011. Die Spieler nehmen es als Warnung

 

MÜNCHEN Über Monate hatten die Basketballer des FC Bayern den Audi Dome als uneinehmbare Festung verkauft. Dort hatten sie – abgesehen von Berlin am 26. November 2011 – jede Mannschaft inklusive des Tabellenführers aus Bamberg geschlagen. So beängstigend die vorübergehende Auswärtschwäche war, so beeindruckend war die Heimstärke: 16 Siege, eine Niederlage.

Zum bis dato ungünstigsten Zeitpunkt folgte dann am Dienstagabend Niederlage Nummer zwei – das 84:92 im Playoff-Viertelfinale gegen die Artland Dragons. Am Samstagabend hatten die Bayern noch bei den Dragons in Quakenbrück gesiegt, drei Tage später blamierten sie sich phasenweise vor den 6589 Münchner Zuschauern. Präsident Uli Hoeneß nannte den Auftritt seiner Mannschaft „schläfrig und unkonzentriert”. Die Best-of-five–Serie steht nun 1:1, wer am Samstagnachmittag (14.00 Uhr, Sport1 live) gewinnt, hat danach zwei Matchbälle für das Halbfinale.

Hatte sich die Mannschaft von Trainer Dirk Bauermann zu sehr auf ihre vermeintliche Unbesiegbarkeit in der eigenen Halle verlassen? „Die Niederlage heute hat uns in jedem Fall wachgerüttelt, falls wir in einen kleinen Mittagsschlaf verfallen sind”, sagt Bastian Doreth.

„Bauermann muss die Mannschaft nun wieder aufrichten”, fordert Vizepräsident Bernd Rauch. „Ich denke, dass es in dieser Trainingswoche einige motivierende Gespräche geben wird zwischen Spielern und Trainer. Wir müssen die kommenden Tage nutzen, um den Kopf freizukriegen”, sagt Doreth.

Die Bayern wissen genau, dass sie sich keinen derart schwachen Auftritt wie am Dienstagabend mehr erlauben dürfen. „Wir müssen Samstag besser in das Spiel starten, konzentrierter und von Beginn an aggressiver zu Werke gehen”, sagt Je’Kel Foster. „Sonst läuft man ständig hinterher, das darf uns nicht passieren.” Doreth fügt an: „In dieser Trainingswoche gibt es auf jeden Fall Sachen, an denen wir arbeiten müssen. Vor allem im taktischen Bereich. Wir müssen in Quakenbrück wieder als Team zusammen finden, im Angriff besser als Mannschaft spielen."

Einen Sieg in Quakenbrück vorausgesetzt, könnten die Bayern dann zur Wiedergutmachung am Dienstag zu Hause ins Halbfinale einziehen.

 

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