FC Bayern Basketball Bayern-Center Zirbes: München, Model, Meister

"Auf dem Meisterbalkon wäre ich gerne", sagt Zirbes, hier auf der Dachterrasse des Louis Hotels. (Mitte) Foto: von Loeper/instagram/angel.tatjana/Rauchensteiner/Augenklick

Bayern-Center Zirbes spricht im AZ-Interview über sein neues Leben, sportliche Ziele – und seine Partnerin, die serbische Heidi Klum.

Der 27-jährige Maik Zirbes spielt seit Anfang des Jahres für die Bayern-Basketballer.

AZ: Herr Zirbes, Sie wohnen hier in München sehr zentral, direkt am Viktualienmarkt.
MAIK ZIRBES: Ich komme aus einer Kleinstadt, von daher ist die Großstadt immer interessant für mich.

Haben Sie schon Ihre Lieblingsplätze für sich entdeckt?
Auf dem Viktualienmarkt und am Gärtnerplatz war ich ein paar Mal. Ich probiere aber auch gerne neue Dinge aus.

Gibt es Orte in München, die Sie besonders reizen?
Ich war noch nicht im Englischen Garten. Da warte ich aber noch bis Sommer, wenn dort ein bisschen was los ist.

Wie sieht es mit dem Meisterbalkon aus, vielleicht gemeinsam mit den Fußballern?
Da wäre ich ganz gerne dabei. In erster Linie natürlich, um mit dem eigenen Team zu feiern.

Sie haben Ihre Partnerin Tatjana Basevic, die Moderatorin der Show "Adrias Topmodel", nach München mitgebracht.
Ja, sie war schon zusammen mit mir in Belgrad und Tel Aviv. Das ist mir sehr wichtig.

Können Sie hier unerkannt durch die Stadt gehen?
Alleine schon aufgrund meiner Größe fallen wir auf und werden schon mal angesprochen.

In Belgrad war das für Sie wahrscheinlich unmöglich, unerkannt zu bleiben, oder?
Stimmt, das war eine andere Welt. Da ist Basketball viel mehr im Fokus, gerade wenn du bei Roter Stern oder Partizan spielst. Basketball ist Nationalsport, fast schon eine Art Ersatzreligion. München ist ja eher eine Fußballstadt, auch wenn die Leidenschaft für Basketball hier immer weiter wächst.

Ihre Partnerin wird häufig als die serbische Heidi Klum bezeichnet. Passt der Vergleich?
Naja, sie hat in ihrer TV-Show im Prinzip genau dieselbe Rolle. Insofern kann man das schon ein wenig vergleichen.

Als Model zeigt sie sich durchaus freizügig. Sind Sie da entspannt oder eifersüchtig?
Entspannt, sie hat ja außerdem auch einen hübschen Kerl neben sich. (lacht) Und: Wenn wir im Sommer nach Spanien oder Griechenland in den Urlaub fliegen, sehen die Leute sie ja dort auch am Strand.

Haben Sie sich schon Lederhosn und Dirndl zugelegt?
Ich weiß gar nicht, ob es Lederhosn in meiner Größe gibt. Man trägt sie ja auch eher zum Oktoberfest.

Bis zur Wiesn müssten Sie noch eine weitere Spielzeit beim FC Bayern bleiben.
Ich bin jetzt erst mal bis zum Ende der Saison hier. Fakt ist, dass ich für zwei Jahre bei Maccabi unterschrieben habe. Momentan ist da noch kein Platz, sich Gedanken darüber zu machen, was im Sommer passiert.

Würden die grundsätzlichen Voraussetzungen für ein längeres Engagement passen?

Basketball ist in Deutschland mehr und mehr im Kommen, und der FC Bayern ist eine der Topmannschaften hier. Für solche Teams ist es immer schön, zu spielen.

Sie mussten mit dem FCBB mit der Pokalfinalniederlage und dem Eurocup-Aus zwei Rückschläge hinnehmen.
Das hat uns natürlich sehr getroffen, vor allem das Spiel gegen Malaga. Aber es gibt immer noch ein großes Ziel zu erreichen.

Das vielleicht schwierigste: die Meisterschaft.
Aber der FC Bayern ist ein Verein mit hohen Ambitionen. Die haben wir Basketballer genauso wie die Fußballer.

Nach der Niederlage im Pokalfinale (71:74) haben Sie am Sonntag (20.15 Uhr/Sport1) die Chance zur Revanche gegen ihren Ex-Klub Bamberg.
Da wollen nicht nur zeigen, dass wir sie schlagen können, sondern auch als Sieger vom Court gehen. Gerade nach den zwei Rückschlägen wollen wir uns und unser Selbstbewusstsein wiederfinden.

Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic erwartet von Ihnen, dass Sie das Team auf ein neues Level heben. Wie gehen Sie damit um?
Ich habe die letzten zweieinhalb Jahre mit Erfolg im Ausland gespielt. Wenn du in einem Team einen Ausländerspot besetzt, ist der Druck ein ganz anderer. Wenn du da keine Leistung bringst, bist du schneller wieder weg, als du hergekommen bist. Dadurch lernst du mit Druck umzugehen.

Auch Vladimir Lucic und Ihr Coach Sasa Djordjevic spielten in Belgrad, bei Partizan, dem falschen Verein, oder?
Das stimmt. Wir haben einen Spielzug, der heißt Partizan-Play. Da habe ich direkt gesagt: Das spiele ich nicht! (lacht)

Sie gewannen mit Roter Stern 2015 die erste Meisterschaft seit 17 Jahren. Sehen Sie aktuell beim FC Bayern nun ähnliche Voraussetzungen, um national die Nummer eins zu werden?
Auf jeden Fall, und wir geben jetzt schon alles, um den Ansprüchen möglichst schnell gerecht zu werden. Der Verein ist finanziell gut aufgestellt und wir haben Jungs, die wollen. Das ist sehr wichtig, wenn man da hinkommen will, wo wir es möchten. Wir werden alles dafür tun, um einen ähnlichen Weg zu gehen wie Roter Stern.

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