FC Bayern Badstuber: "Sind froh, dass es auch hinten so gut läuft"

Für Holger Badstuber, den Verteidiger des FC Bayern, ist die derzeitige Defensivstärke einer der Hauptgründe für den guten Start in die neue Bundesligasaison.

 

München -  Der Blick auf die aktuelle Torschützenliste der Bundesliga verrät: In der Offensive ist der FC Bayern auch in dieser Sasion stark besetzt. Mario Mandzukic vor Thomas Müller. Mandzukic markierte bereits sechs Treffer, Müller vier - und auch Bastian Schweinsteiger sowie Toni Kroos sind mit je drei Toren auf den vorderen Rängen zu finden. Defensivspieler wie Holger Badstuber sucht man in diesem Ranking vergeblich. Kein Wunder. Ein Blick auf die Tabelle der Bundesliga aber verrät: Auch defensiv ist der deutsche Rekordmeister bislang top!

Nur zwei Gegentore bei 19 geschossenen Treffern stehen in der Statistik, eines davon kassierte der FCB per Elfmeter. „Als Abwehrspieler registriert man ein Zu-null-Spiel viel mehr als ein Offensivmann. Wir sind froh, dass es auch hinten so gut läuft“, erklärte Badstuber am Tag nach dem 2:0-Sieg in Bremen gegenüber "FC Bayern.de"

Badstuber gewann starke 89 Prozent seiner Zweikämpfe, Innenverteidiger Jérôme Boateng sogar überragende 100. Die Viererkette um Badstuber (links), Boateng, Dante (beide innen) und Philipp Lahm (rechts) sei mittlerweile ein „eingespieltes Team“, analysierte Badstuber, „es pendelt sich von Spiel zu Spiel mehr ein, das Vertrauen ineinander steigt und jeder weiß, wie der Nebenmann denkt.“ Eine Verschnaufpause braucht Badstuber aber ohnehin nicht, wie er betonte: „Ich habe letztes Jahr 60 Spiele absolviert und war immer gut drauf. Das macht mir nichts aus.“

Eine eingespielte Viererkette auf der einen, eine „kompakte Mannschaftsleistung“ auf der anderen Seite. Das sind wohl die Hauptgründe für die derzeitige Defensivstärke. „Ribéry, Robben, Kroos, Shaqiri, Müller, Pizarro, Mandzukic, egal, wer da spielt, da wird toll gearbeitet“, erklärte Schweinsteiger am Samstag in der SZ. Auch für Badstuber ist dies das „A und O. Wenn wir das über die gesamte Saison abliefern können, wäre das super.“

Wird in der Offensive auch defensiv gedacht, „gibt es viel weniger Räume“, so der 23-Jährige. Dies mache das Leben für die Verteidiger „viel, viel leichter“. Und nur dann ist es für Badstuber und Co. auch möglich, gelegentlich den Vorwärtsgang einzulegen und „das Spiel auf eine gewisse Art und Weise von hinten zu lenken“. Es ist also derzeit ein Geben und Nehmen, das den FC Bayern so stark macht - offensiv wie defensiv.

 

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