FC Bayern auf China-Reise David Alaba und Robert Lewandowski im Gespräch

Wie gefällt den Bayern China und was sagt man über die Ziele der neuen Saison - David Alaba und Robert Lewandowski haben darüber gesprochen. Foto: dpa

Mit David Alaba und Robert Lewandowski haben sich zwei Kicker des FC Bayern während der China-Reise des Rekordmeisters der Presse gestellt.

 

Peking - Samstagmittag, Peking. Nach dem nicht-öffentlichen Training im Olympiastadion „Bird's Nest“, als die Bayern einmal eine Einheit ohne die überschwängliche Liebe ihrer Fans abhalten wollten, ging es zurück ins Teamhotel „Interkontinental“. Dort stellten sich David Alaba und Robert Lewandowski den mitgereisten Journalisten aus Deutschland in einer kleinen Medien-Runde: Lesen Sie hier die interessantesten Aussagen.

David Alaba über...

... die Eindrücke in China: „Natürlich ist ein bisschen Stress dabei hier. Aber wir hatten eine angenehme Reise und wurden toll empfangen. Das war schon etwas Besonderes gestern am Flughafen – krass. Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Chinesen so sehr für den deutschen Fußball interessieren. Schön zu wissen, dass die Unterstützung so groß ist – dafür sind wir sehr dankbar.“

... das Klima in Peking: „Es ging eigentlich, beim Training war es okay. Und nicht so schwül-heiß wie wir es erwartet hatten.“

seinen Innenbandriss Ende März: „Ich habe keine Probleme mehr mit meinem Knie, will so viele Spiele wie möglich machen in der kommenden Saison und am Ende ganz oben stehen.“

seine Lieblingsposition: „Ich fühle mich generell Platz am wohlsten, wenn ich auf dem Platz stehe und will helfen, wo mich der Trainer hinstellt. Im Mittelfeld fühle ich mich wohl, ich will einfach so viele Spiele wie möglich machen. Ich weiß, dass ich mehrere Positionen spielen kann.“

... die Verletzungsmisere von Kumpel Franck Ribéry: „Die ganze Mannschaft steht hinter Franck, aber wir wissen, dass er mental stark ist und sehr hart an sich arbeitet. Wir wünschen ihm nur das Beste, dass er so schnell wie möglich zurückkommt.“

... seine neue Rolle nach dem Abschied von Bastian Schweinsteiger: „Ich will mit meinem Spiel und meinem Spielstil Verantwortung zu übernehmen. Der Konkurrenzkampf ist immer groß bei Bayern und wird uns weiterbringen.“

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... das Fehlen von Schweinsteiger: „Basti war ein unglaublicher Spieler für uns auf dem Platz, außerhalb fehlt ein Freund, der mir sehr viel geholfen hat als ich jung war und zu den Profis kam.“

... den möglichen Neuzugang Arturo Vidal: „Er ist ein sehr, sehr guter Spieler, man hat gesehen, was er für Juventus Turin in den letzten Jahren geleistet hat. Er hat Aggressivität in seinem Spiel, ist zweikampfstark und sehr torgefährlich als Mittelfeldspieler.“

... die Ziele der kommenden Saison: „Es ist noch ein weiter Weg, wir wollen uns so gut wie möglich vorbereiten, um unsere Ziele zu erreichen. Wir wollen immer Meister werden, aber wenn wir Geschichte schreiben können, ist das immer eine Extra-Motivation.“

... Robert Lewandowski: „Er ist ein witziger Typ, mit dem man sich gut unterhalten kann. Er bringt uns Tore, Tore, Tore. Ich hoffe, da Robert seine Quote für die kommende Saison noch steigern kann.“

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Rober Lewandowski über ...

... die ersten Eindrücke in Peking: „Vom Zimmer zumindest sieht die Stadt sehr gut aus – mehr als das Hotel und das Stadion habe ich allerdings noch nicht gesehen. Es ist eine etwas andere Mentalität in Europa, die Menschen lachen immer und sind sehr freundlich. Der Empfang für uns am Flughafen war toll, wirklich. Vor allem waren die Fans sehr laut.“

... die Ziele mit Bayern 2015/16: „Ich hoffe, dass wir gleich einen Titel gewinnen mit dem Supercup in Wolfsburg. Das hat der FC Bayern in den vergangenen beiden Jahren ja nicht geschafft. Und natürlich ist es unser Ziel, wieder Meister zu werden.“

... seine erste Saison mit Bayern: „Ich habe etwas gebraucht, um die Spieler und die Mannschaft kennenzulernen. Ich hoffe, dass ich in meinem zweiten Jahr noch mehr Tore schießen kann.“

... das Ziel, Torschützenkönig zu werden: „Mehr Tore als letztes Jahr zu erzielen, das wäre cool. So viele wie möglich. Ich habe immer Platz zu Hause für eine Torjägerkanone (lacht). Vielleicht kann ich es in dieser Saison schaffen, darum will ich kämpfen – warum nicht?

... seinen Status als einziger Stürmer im Kader nach dem Abschied von Claudio Pizarro: „Für mich ist es egal, wie viele Stürmer auf dem Platz stehen. Es geht darum, was wir als Mannschaft konkret machen und dass wir in eine Richtung gehen.“

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... seinen Oberkiefer- und Nasenbeinbruch: „Danach war es schwierig für mich, manchmal haben ein paar Prozente gefehlt in der Reaktionsschnelligkeit, dann kannst du keine Tore schießen. Bei meinem ersten Spiel eine Woche später in der Champions League beim FC Barcelona war ich wegen der Maske nicht bei 100 Prozent, aber ich habe versucht, alles zu geben, was möglich war.“

... seine Spiele als Linksaußen in der vergangenen Saison: „Ich habe viel gelernt, wenn ich auf der linken Seite gespielt habe. Es war eine gute Schule für mich. Auch als Mittelstürmer muss ich oft von der linken Seite in die Mitte ziehen und Tore schießen. Links ist nicht die optimale Position für mich. Als Mittelstürmer fühle ich mich am besten, da passt am ehesten zu meinen Laufwegen. Ein bisschen links, ein bisschen rechts ist kein Problem, aber nicht unbedingt ganz links oder ganz rechts.“

... die Anspiele auf ihn: „Der kurze Pass ist mir lieber. Es ist nicht so einfach, wenn du viele lange Bälle bekommst auf die Brust. Dann hast du keine Kraft mehr, mit voller Power in den Sechzehn-Meterraum kommen. Vielleicht ein, zwei Mal – das ist okay.“

... die Elfmeter-Schützen im Team: „Thomas macht das sehr gut, aber die Saison ist lange. Das ist nicht die wichtigste Sache. Wenn ich aus dem Spiel genügend Spiele erziele, muss ich auch keine Elfmeter.“

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