Fans und Blaskapelle Empfang am Flughafen: Die Silber-Helden dahoam

Sieben Eishackler, sieben Medaillen (v.l.): Hager, Boyle, aus den Birken, Kahun, Seidenberg, Macek und Mauer zeigen ihre Trophäen. Foto: GEPA

Fans und Blaskapelle empfangen die sieben Silber-Gewinner des EHC am Flughafen. "Ich bin wirklich noch sehr müde", sagt Frank Mauer.

München -  Auf die ganz großen Stars muss man eben immer ein bisschen länger warten.

Die sieben deutschen Eishockeyspieler des EHC Red Bull München, die am Sonntag überraschend Olympia-Silber gewonnen hatten, kamen in der Nacht auf Dienstag mit großer Verspätung am Münchner Flughafen an. Um kurz vor Mitternacht stolzierten sie dann durch die elektronische Schiebetür, wurden von über 100 Fans und der Blaskapelle Ohlstadt empfangen.

EHC-Verteidiger Yannic Seidenberg lief an vorderster Front der schwarz-roten Kette. Zuerst hatte er die Szenerie mit einem teils müden, teils lächelnden Gesichtsausdruck überflogen. Doch spätestens, als er seine Tochter erblickte, war von Müdigkeit nichts mehr zu sehen. Die Helden sind dahoam: bei ihren Kindern, ihren Frauen.

"Vom Alkohol restlos bedient"

"Endlich sind wir wieder bei unseren Familien", sagte Frank Mauer. Er lachte, war gut drauf – so richtig gut ging es ihm allerdings nicht. Die Ursache? Bier, und davon schlichtweg viel zu viel: "Wir haben in Pyeongchang mehr als genug gefeiert, da bin ich wirklich noch sehr müde von", sagte der Stürmer. "Vom Alkohol bin ich restlos bedient. Als ich in Pyeongchang am Flughafen stand, habe ich mir nur gedacht: Wie soll ich diesen Trip jetzt bloß schaffen?"

Ganz besonders im Fokus der Fotografen stand Seidenberg, der cool in seine Silbermedaille biss und gemeinsam mit seiner Tochter posierte. Zuerst hielt er sie im Arm, später saß sie auf seinen Schultern. Und ja: Ihr Papa hatte es im Deutschen Haus nach dem Olympia-Coup so richtig krachen lassen. "Seidi (also Seidenberg; Anm. Red.) ist unser Party-Animal", sagte Daryl Boyle mit einem Grinsen.

Seidenberg verliert Handy

Seidenberg lieferte quasi im doppelten Wortsinn eine Blaupause im Feiern. Exemplarisch die humorige Mitteilung auf seiner Facebook-Seite: "Leider ist mein Handy während einer exzessiven Parynacht im deutschen Haus verschwunden." Den Dimensionen des Erfolgs sei man sich in Südkorea noch nicht so recht bewusst gewesen, sagte Seidenberg. "Wir haben dort gar nicht so richtig mitbekommen, was hier in Deutschland so abgeht. Schon der Empfang in Frankfurt war großartig, genau wie hier in München."

"Morgen schlafe ich erst so richtig aus, und dann bringe ich meine Kinder in den Kindergarten", sagte Seidenberg. Bis Sonntag haben die Olympia-Cracks des EHC noch frei. Heute (19.30 Uhr), im drittletzten Hauptrundenspiel, ist der EHC zum Prestigeduell bei den Eisbären Berlin zu Gast. Auch eine Chance für die Talente im EHC-Kader. "Gut, dass wir noch bis Sonntag frei haben", sagten am Ende Seidenberg, Mauer und Boyle unisono. Zeit, um zurückzublicken: Auf Pyeongchang – Kanada, Russland. Und auf die "goldene" Silbermedaille.

 

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