Fans, Investoren, Stadion Reisinger: Hier muss er jetzt zupacken

Freut sich über seine Wahl: Präsident Robert Reisinger mit Sohn Raphael. Foto: sampics/Augenklick

Fans, Investor und die Stadion-Frage: Das kommt alles auf den neuen Präsidenten zu

 

München - Er wusste selbst nicht so genau um sein bevorstehendes Schicksal. „Jetzt ist mir nicht mehr gut“, sagte Robert Reisinger der AZ während der Mitgliederversammlung vor der Wahl zum Oberlöwen – bei der er wenig später mit 62 Prozent im Amt bestätigt wurde. Nachdem er sich für das Vertrauen bedankte, zählte er am Ende der Marathonveranstaltung jenen weiß-blauen Countdown hinauf, der im Moment des Triumphes hätte süßer kaum klingen können: „Damit bleibt mir nur noch eins zu sagen: 57, 58, 59,...“ Die Mitglieder antworteten lautstark: „SECHZIG!“ Die AZ zeigt, was der 53-Jährige nun (nebst seinen Aufgaben für den e.V.) zu tun hat.

Die Löwen einen: Den Anfang hat Reisinger mit einem besonnenen Auftritt schon gemacht. „Die gegenseitigen Anschuldigungen haben ein Niveau erreicht, das nicht zum Verein Sechzig München passt. Neid, Missgunst und Hetze haben hier nichts verloren“, sagte er. Worte, die ankamen. Seine Wahl rief gar „Sechzig, Sechzig“-Sprechchöre hervor. Aber: Das gespaltene Fan-Lager muss weiter geeint werden, um endlich an dem einen, vielzitierten Strang zu ziehen.

Das Investoren-Problem lösen: „Geldgeber sind unverzichtbare Partner, auch bei 1860, aber ich habe konkrete Vorstellungen, wie eine solche Partnerschaft aussehen soll“, so Reisinger. Man brauche die „nötige Geduld und Sachkunde“. Ein Seitenhieb darauf, dass Investor Hasan Ismaik weder mit Fußball-Fachwissen, noch ausreichender Kenntnis über die 50+1-Regel glänzen konnte. Reisinger wird auch daran gemessen werden, ob Sechzigs „Investoren-Problem“ endlich gelöst werden kann – mit oder ohne Ismaik.

Stadionfrage klären: Es sei für Reisinger „Zukunftsmusik“, dennoch müssen sich die Sechzger schon jetzt auf die Rückkehr in den Profifußball vorbereiten. Das Grünwalder kann auf maximal 15 500 Zuschauer ausgebaut werden. Das gilt es ebenso zu klären wie eine mögliche Rückkehr ins Olympiastadion. Und ein Neubau: in Zukunft – und in einer realistischen Größenordnung.

 

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