Fankurve gegen Ismaik und Gorenzel Gorenzel über Schmäh-Plakate von 1860-Fans: "Damit muss ich leben"

Fiel bei einigen Fans in Ungnade: Günther Gorenzel. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Geschäftsführer Günther Gorenzel hat sich über die Schmäh-Plakate im Heimspiel des TSV 1860 gegen Investor Hasan Ismaik und ihn selbst geäußert. Im Gesellschafter-Streit gibt sich der Österreicher zurückhaltend und pragmatisch.

 

München - "Gorenzel und Ismaik - wir werden siegen und euch überleben!" Diese Schmäh-Botschaft stand im Spiel des TSV 1860 am Samstag gegen Fortuna Köln (3:2) auf einem Plakat in der Westkurve. Die Adressaten, wenngleich aus unterschiedlichen Gründen: Geschäftsführer Günther Gorenzel und Investor Hasan Ismaik.

Ismaik polarisiert bereits seit seinem Einstieg im Jahr 2011 bei den Giesingern, viele Fans haben den Jordanier zum Hauptschuldigen für den Abstieg im Jahr 2017 aus der Zweiten Liga erklärt. Gorenzel hat sich als Vertrauer von Trainer Daniel Bierofka zunächst einen guten Ruf an der Grünwalder Straße erworben.

Günther Gorenzel bei den Fans in der Kritik

Was den Anhängern jedoch sauer aufgestoßen ist: Gorenzel hatte zuletzt immer wieder deutlich erklärt, wohin der verordnete Konsolidierungskurs der Vereinsoberen um Präsident Robert Reisinger führen werde und dass man die Erwartungshaltung deutlich senken müsse.

Der Österreicher war bereits vor einigen Wochen mit dem Banner "Gorenzel mach' deine Arbeit" und dem Ausdruck "herumgorenzeln" für seine wiederholten Aussagen bezüglich der Einsparmaßnahmen bedacht worden, nun folgte die Fortsetzung.

Gorenzel: stehe für Offenheit und Transparenz

Am Dienstag hat sich Gorenzel über die neuerliche Botschaft geäußert. "Es ist so, dass ich sowas unterm Spiel nicht mitbekomme, weil ich mich so auf das Spiel fokussiere. Nach dem Spiel werde ich natürlich durch sämtliche Nachrichten mit solchen Dingen konfrontiert", erklärte der Sport-Boss der KGaA.

Gorenzel weiter über sein Wirken und das Negativ-Echo der Kurve: "Es ist für mich vollkommen klar, dass ich meine Führungsverantwortung hier wahrnehme und offen und transparent die Dinge kommuniziere. Von dem her: Wenn du in der Öffentlichkeit stehst und aktiv Führungsverantwortung übernimmst, und ich sehe es so, dass ich meinen Geschäftsbereich führe und nicht verwalte, dann muss man ganz einfach damit leben."

Reisinger vs. Stimoniaris: Scharold gibt Budget für TSV 1860 vor

Über die Protagonisten der entgegengesetzten Strategien von Reisinger und dem investorfreundlichen Aufsichtsrats-Boss Athanasios Stimoniaris wollte Gorenzel keine Aussage treffen. Vielmehr blieb der 47-Jährige pragmatisch: "Ich werde dazu nichts kommentieren, in keine Richtung. Ich kann nur von dem ausgehen, was mir als Budget vorgegeben wird."

Dieses gibt bekanntlich Finanz-Geschäftsführer Michael Scharold vor - der sich ganz im Gegensatz zu Gorenzel kaum in der Öffentlichkeit äußert.

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