Fan-Eklat „Unverschämt, untragbar“

Bayern-Präsident Uli Hoeneß (l) und der Vorstands-Vorsitzende Karl-Heinz Rummenigge Foto: dpa

Nach tagelanger Bedenkzeit verurteilt der FC Bayern die Angriffe einiger Fans auf Präsident Hoeneß. Unterdessen droht die Aktion von Teilen der Fans die Anhängerschaft zu spalten

 

München - Nein, Uli Hoeneß selbst wollte sich am Dienstag nicht äußern. Er sei tief getroffen, traurig, gekränkt, heißt es aus dem Verein. Also wandten sich nach längerem Schweigen, der Beratung über den Inhalt der Antwort gegen Mitglieder und Fans geschuldet, der Vorstand der AG sowie das Präsidium und der Verwaltungsbeirat des Vereins an die Öffentlichkeit.

Darin werden „die Beleidigungen gegenüber Uli Hoeneß als unverschämt, untragbar und nicht akzeptabel“ bezeichnet. „Wir sind über die blamablen Vorkommnisse in der Allianz Arena nach wie vor extrem irritiert,“ versichern die Vorstände Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner, „so ein Auftreten und Fehlverhalten gegenüber Uli Hoeneß entspricht nicht dem Stil des FC Bayern und wird von uns niemals akzeptiert. Die Verdienste von Uli Hoeneß sind nicht hoch genug zu bewerten und wurden hier mit Füßen getreten. Wir verurteilen dies. So etwas darf in Zukunft nie wieder vorkommen.“ (hier gibt's die Erklärung im Wortlaut).

Die Vorwürfe eines Teils der Bayern-Fans gegen den Präsidenten kreisen um zwei Punkte: den TSV 1860 und Manuel Neuer, den Schalker Torhüter. Der Zusammenschluss aktiver Bayernfans und Fanclubs „Club Nr.12“ hatte letzten Montag einen Offenen Brief an Hoeneß verfasst, der von mehr als 130 Fanclubs unterzeichnet wurde. Zusammen mit den Plakat-Aktionen der „Schickeria“ am Samstag rund um das Heimspiel gegen Gladbach (1:0) nahm die Proteste massive Formen an.

 

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