Fahrgastverband unzufrieden 2,9 Prozent teurer: MVV erhöht mal wieder die Preise

Die Preise für IsarCard, Streifenkarte & Co. steigen mal wieder. Foto: dpa

Zum Fahrplanwechsel im Dezember werden die Fahrpreise im MVV mal wieder steigen: Um durchschnittlich 2,9 Prozent verteuert der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund seine Tickets.

 

München - Laut MVG-Aufsichtsrat haben mehrere Faktoren die Tariferhöhung unumgänglich gemacht. So seien die Kosten und die Löhne generell gestiegen, zudem müsse das Angebot ausgebaut und die Flotte erneuert werden. Nur dank gesunkener Kraftstoffkosten falle die Preissteigerung daher nicht noch höher aus.

Unter anderem sollen mehrere U-Bahn-Linien häufiger fahren, die U6 Garching wie geplant erweitert werden und die Buslinie  X98, der "Tierpark-Express", eingerichtet werden. Insgesamt soll das MVG-Angebot 2017 um 2,3 Prozent gesteigert werden, was Verbesserungen auf mehr als 30 Linien entsprechen soll.

"Lässt sich nicht mit den bisherigen Leistungen rechtfertigen"

Der Fahrgastverband "Aktion Münchner Fahrgäste" sieht diese Entwicklung kritisch: "Diese Tariferhöhung lässt sich nicht mit den bisherigen Leistungen der Verkehrsunternehmen rechtfertigen, sie ist ein Vorschuß auf Verbesserungen, die auch in der laufenden Fahrplanperiode im nächsten Jahr erfolgen müssen", sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion.

Was ihn besonders stört: Der MVV erhöht sein Leistungsangebot um 2,3 Prozent, die Preise aber um 2,9 Prozent. Nagel attestiert daher: "Oberbürgermeister Dieter Reiter, der Vorsitzende der MVV-Gesellschafterversammlung, greift den Fahrgästen tief in die Taschen."

 

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