Fahrgastverband kritisiert Pro Bahn: Arnulfsteg-Posse ist "Blamage für München"

Der abgesagte Bau des Arnulfstegs erzürnt den Fahrgastverband "Pro Bahn" Foto: Lang Hugger Rampp GmbH Architekten

Die Posse rund um den geplatzten Bau des Arnulfstegs sorgt weiter für Empörung: "Pro Bahn" fordert nun eine Rückkehr zur Normalität für die Fahrgäste, die schon genug unter dieser "Blamage für München" leiden mussten.

 

Neuhausen - Erst hieß es er kommt, dann sorgte gestern eine spektakuläre Wende für Aufsehen: Der Arnulfsteg wird nicht gebaut. Die Bahn hatte bereits Zeitfenster zur Verfügung gestellt, in denen die Bahnstrecke für den Bau gesperrt wird. Alles für die Katz'.

Der Fahrgastverband Pro Bahn ist sauer auf die Verantwortlichen bei der Stadt. Andreas Barth, Sprecher des Bündnisses, wird deutlich: "Die Fahrgäste der S-Bahn München leiden schon durch die täglichen Störungen genug. Wenn dann noch unkoordinierte Baustellen mit tagelangen Sperrungen dazu kommen, wird es nur schlimmer. Aber dass die geplanten Sperrungen dann angeblich nicht genutzt werden können, ist eine Blamage für den Wirtschaftsraum München."

Stadt muss für Wohl der Fahrgäste sorgen

Die Stadt als Bauherr sei dafür verantwortlich, dass die Belastungen für die Fahrgäste möglichst gering gehalten werden, so Barth. Daher appeliert das Aktionsbündnis an die Stadtoberen: "Pro Bahn erwartet, dass bei der nächsten geplanten Sperrung ab 29. April entweder sinnvoll gebaut wird, oder dass die S-Bahnen normal verkehren. Falls Stadt und DB das nicht gelingen, müssen die Fahrgäste angemessen entschädigt werden."

Auch die viertägige Komplettsperrung im August ist, ob des geplatzten Baus hinfällig. Doch noch ist unklar, ob die S-Bahn Fahrer an diesen Tagen einen Normalbetrieb erwarten können.

 

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