Ex-Stürmer des TSV 1860 Benny Lauth warnt: Dann ist Daniel Bierofka weg

Einst Teamgefährten beim TSV 1860: Benny Lauth (li.) und Daniel Bierofka (re.). Foto: imago/MIS

Mit deutlichen Worten äußert sich Vereinsidol Benny Lauth zur Situation beim TSV 1860. Der Ex-Stürmer bietet sich für eine Funktion - außer den Trainerjob - an und warnt, dass Chefcoach Daniel Bierofka eine Perspektive brauche. Ansonsten stünden die Löwen absehbar ohne ihre Identifikationsfigur da.

München - Ex-Löwe Benny Lauth lässt mit bemerkenswerten Aussagen zum TSV 1860 aufhorchen – eine Kritik an Präsident Robert Reisinger inbegriffen. Dagegen brachte sich das Sechzig-Idol selbst für eine Funktion in Verein und/oder KGaA ins Gespräch. "Die Perspektive muss stimmen. Meine Verbindung zu 1860 kennt jeder, ich habe mein halbes Leben in diesem Verein verbracht", sagte der 36-Jährige dem Fanportal dieblaue24.

"Nach der Aussage von Robert Reisinger, er wäre nicht Präsident geworden, wenn 1860 in der Allianz Arena geblieben wäre, weiß ich allerdings nicht, ob der Verein wieder in den Profifußball und somit raus aus dem Grünwalder Stadion möchte", meinte er kritisch in Richtung der Vereinsführung.

Lauth bietet sich TSV 1860 an

Auch Chefcoach Daniel Bierofka hatte unlängst eine Perspektive mit klar formulierten Zielen gefordert. Lauth indes wäre bereit, mitzuarbeiten, damit es beim Löwen wieder aufwärts geht.

"Bei Interesse wäre ich jedenfalls der Letzte, der sich eine Anfrage der Löwen nicht anhören würde", erklärte der einstige Bundesliga-Profi. Er habe zwar die Trainerlizenz, "aber ich sehe meine Zukunft aktuell nicht auf dem Trainingsplatz", meinte er und wurde nicht konkreter.

Bekannt ist, dass sich Bierofka mittelfristig, insbesondere bei einem Aufstieg in die Dritte Liga, einen Sportdirektor wünscht. Und, dass er die Option Lauth für diesen Job nicht ausschloss.

Lauth sieht Bierofka in Bundesliga

Dieser lobte seine ehemaligen Mitspieler indes überschwänglich. "Biero macht das überragend. Dass er Trainer geworden ist, ist ein Glücksfall für 1860", sagte Lauth und warnte die Giesinger: "Aber der Verein sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass die Plattform Regionalliga nicht der Anspruch von Biero ist. Er macht das nur, weil er Sechzger durch und durch ist."

Bierofka wolle, so Lauth bei dieblaue24 weiter, "mit dem Verein in ein paar Jahren zumindest wieder in der Zweiten Liga spielen. Wenn ihm 1860 diese Möglichkeit nicht schafft, dann wird er diesen Schritt woanders machen".

Sein ehemaliger Weggefährte könne ein richtig guter Trainer werden, meinte der frühere Stürmer ferner, und prophezeite: "Irgendwann wird er auch in der Bundesliga landen." Die Botschaft dahinter: mit oder ohne den TSV 1860.

Strikt, bestimmt, zielgerichtet - Lauth klang schon ganz nach Sportdirektor.

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