Ex-OB von München und Berlin schwer krank SPD-Legende: Hans-Jochen Vogel hat Parkinson

Hans-Jochen Vogel ist seit zwei Jahren an Parkinson erkrankt. Erst jetzt ging er damit an die Öffentlichkeit. Foto: dpa

In einem Interview mit dem Magazin "Stern" bekennt sich SPD-Urgestein Hans-Jochen Vogel erstmals zu seiner Parkinson-Erkrankung und erklärt, wie er mit der Nervenkrankheit umgeht.

 

München – Parkinson, auch genannt Schüttel- oder Zitterlähmung – seit zwei Jahren kennt der Ex-SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel (88) die Diagnose. Jetzt hat er im "Stern" das erste Mal über sein Leben mit der unheilbaren Nervenkrankheit gesprochen.

"Park in der Sonne"

Der ehemalige regierende Bürgermeister von München (1960-1972) und von Berlin (1981) ist dennoch nicht verzweifelt und niedergeschlagen. Er nenne die Krankheit, von der lange nur Familie und enge Freunde wussten, lieber "Park in der Sonne".

Hans-Jochen Vogel will mit dem aufgeschlossenen Umgang mit der Krankheit anderen Parkinson-Patienten "Mut machen, indem ich ihnen zeige, dass man auch in diesem Zustand noch geraume Zeit ein selbstbestimmtes Leben führen kann", so Vogel zum "Stern".

Leben mit der Krankheit

Bei der degenerativen Nervenkrankheit gibt keine Möglichkeit auf Heilung. Die ärztliche Behandlung hilft Hans-Jochen Vogel jedoch. Über die Symptome sagt er: "Das Zittern habe ich noch unter Kontrolle, aber es wird wohl unvermeidlich stärker werden."

Er spüre "permanent eine leichte Benommenheit". Das Gehen falle zunehmend schwerer, er stolpere öfter. Auch das Namensgedächtnis lasse nach. Hier hilft ihm aber Ehefrau Liselotte (87) weiter, mit der er seit 2006 im Münchner Augustinum in Hadern wohnt.

Dem Tod sieht das SPD-Urgestein nicht angsvoll entgegen. Dieser sei ein "selbstverständlicher Bestandteil des Lebens".

 

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