Ex-Nationalspieler findet Youngster überbewertet Kimmich-Berater schießt gegen Hitzlsperger

Kimmich-Berater Uli Ferber (r.) verteidigt seinen Schützling gegen die Kritik von Thomas Hitzlsperger. Foto: dpa/imago/AZ

"Ich halte wenig von Kimmich", sagte Thomas Hitzlsperger vergangene Woche in einem Interview. Jetzt meldet sich der Berater des jungen Bayern-Stars zu Wort – und teilt kräftig gegen den ARD-Experten aus.

 

Thomas Hitzlsperger, seines Zeichens Ex-Nationalspieler, ARD-Experte bei der EM in Frankreich und Vorstands-Berater beim VfB Stuttgart, hat sich jüngst in einem Zeit-Interview unschön über Joshua Kimmich (21) geäußert: "Ich halte wenig von Kimmich, er ist bei Bayern überbewertet." Harte Kritik, verpackt in harte Worte.

Jetzt hat sich Kimmichs Berater Uli Ferber zu Wort gemeldet – und zurückgeschossen!

Gegenüber der Bild-Zeitung sagte Ferber, der unter anderem auch Mario Gomez berät, dass ihn vor allem überrascht habe, dass die Äußerung von einem Verantwortlichen des VfB Stuttgart kommt, wo man für den Transfer des Jungtalents schließlich einen stattlichen Millionenbetrag einsackte. 

Kimmich wechselte zur Saison 2015/16 zum FC Bayern. Die Ablöse floss größtenteils an die Stuttgarter, die Kimmich per Vertragsoption von RB Leipzig zurückholten und ihn unmittelbar an die Münchner verkauften. Alexander Zorniger, der damals Cheftrainer des VfB wurde, bezeichnete den Transfer von Kimmich als „eine fatale Fehlentscheidung“. Bei den Bayern blühte der 21-Jährige auf, brachte es zu 36 Pflichtspieleinsätzen und machte damit Jogi Löw auf sich aufmerksam. Bei der EM in Frankreich ist er derzeit auf der Rechtsverteidigerposition erste Wahl.

Gerade deshalb ist die Kritik von Hitzlsperger nur schwer nachzuvollziehen. "Daher würde ich den Umkehrschluss so ziehen und die Frage stellen, ob nicht Hitzelsperger in seiner sportlichen Karriere völlig überbewertet wurde?", sagte Ferber. Und weiter: "Was ich ihm auf jeden Fall abspreche ist, in seiner Funktion als Mitglied einer Vereinsführung objektive Beurteilungen wie hier im Fall Kimmich abgeben zu können."

 

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