Ex-Löwenspieler Bernd Meiers Beerdigung: "Ein Stück vom Himmel"

Mit nur 40 Jahren starb der frühere Löwen-Keeper Bernd Meier an einem Herzinfarkt. Enge Freunde und Kollegen nahmen heute an seinem Grab Abschied. Die Bilder der Beisetzung. Foto: AZ/Max Wessing

Der Ex-Torhüter der Löwen wird in Burgheim beigesetzt – und viele seiner Weggefährten kommen.

 

Burgheim - „Es war ein Stück vom Himmel, dass es dich gibt“, schallte es aus den Lautsprechern gegen Ende der Messe. Herbert Grönemeyer sang. Freilich nicht live, doch der Text seines bekannten Stückes „Der Weg“ passte zu diesem traurigen Anlass. Am 2. August endete der (Lebens-)Weg des ehemaligen 1860-Torhüters Bernd Meier. Mit nur 40 Jahren erlag er den Folgen eines Herzinfarkts. Am Samstag wurde er in seiner Heimatstadt Burgheim auf dem Neuen Friedhof beigesetzt.

Seine Familie und über 1000 Freunde und Weggefährten erteilten ihm die letzte Ehre neun Tage nach seinem Tod. Es war ein unglaublich trauriger Abschied mit ganz vielen Tränen. Gerade der Familie riss der plötzliche Tod den Boden unter den Füßen weg. „Bernd Meier ist einer derjenigen, die in ganz besonderer Erinnerung bleiben. Er hat Fantastisches für 1860 geleistet und ist ein echtes Vorbild“, sagte Wolfgang Hauner, der Vize-Präsident der Löwen, in seiner Trauerrede. Hauners Schlussworte: „Lieber Bernd, ich danke dir für deinen Einsatz und für die wunderbare Zeit, die keiner im Verein vergessen wird.“ Er verneigte sich vor dem Grab und verabschiedete sich. Für immer.

Auch viele der ehemaligen Mitspieler, der Aufstiegshelden von 1994, kamen: Lutz Braun, Thomas Miller, Matthias Imhof, Roland Kneißl, Rainer Berg, Bernhard Winkler; alle wollten sich ein letztes Mal von Berdn Meier verabschieden. Auch Meiers ehemaliger Trainer bei den Löwen, Werner Lorant, war anwesend.

„Es tut unheimlich weh. Gerade, wenn man sich über Jahre jeden Tag gesehen hat“, sagte Bernhard Winkler. „Solche Dinge sollen einfach nicht passieren, trotzdem hört man sie jeden Tag wieder.“

Die Trauer nach dem völlig überraschenden Tod ist in dem kleinen Dorf riesig, es befindet sich ohne Übertreibung in einer Schockstarre. „Früher haben wir immer gesagt: „Schau mal, der Bernd ist wieder in der Sportschau. Er ist trotzdem immer einer von uns geblieben, ein ganz toller Mensch“, sagte Daniel Dußmann vom TSV Burgheim, Meiers Stammverein.

Auch der DFB – Meier arbeitete als Torwarttrainer der Junioren-Nationalmannschaftten – verabschiedete sich in Person von Andreas Köpke und Steffen Freund. Köpke sagte zur AZ: „Es ist einfach unfassbar, wenn man so ein Leid sieht. Das sind Schicksalsschläge, die man nur schwer wegsteckt. Wir wünschen der Familie die nötige Kraft, um über diesen großen Verlust hinwegzukommen.“

 

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