Ex-Löwe knipst für den HSV Karsten Wettberg kritisiert: Wie konnte Sechzig Wood nur verkaufen

, aktualisiert am 24.03.2017 - 08:15 Uhr
Bobby Wood verließ 1860 für einen Spottpreis. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Bobby Wood wird einst beim TSV 1860 ausgebildet, jetzt schießt der US-Amerikaner munter Tore für den HSV. Dabei ist in Giesing ein Torjäger dringend gesucht. Kult-Trainer Karsten Wettberg kann den einstigen Transfer nicht nachvollziehen - vor allem die Ablösesumme nicht.

München - Geboren auf Hawaii, ausgebildet in Giesing, angekommen in Hamburg. Bobby Wood mag schöne Städte und Gegenden, fußballerisch richtig heimisch wurde der Stürmer in München aber nicht. Zuerst wurde der bei den Löwen ausgebildete Angreifer einst an Erzgebirge Aue ausgeliehen, dann schließlich an den aktuellen Tabellenführer der 2. Liga verkauft, Union Berlin. 800.000 Euro kassierte Sechzig im Sommer 2015, obwohl der Marktwert Woods seinerzeit laut transfermarkt.de bereits bei einer Million Euro lag.

Von Union Berlin ging es zum HSV

Für Union spielt der 24-Jährige seit dieser Saison auch nicht mehr, schließlich traf er für die Köpenicker wettbewerbsübergreifend in 32 Partien 17 Mal. Wood ist mittlerweile beim Hamburger SV angekommen, kolportiert 3,5 Millionen Euro zahlten die Hanseaten an Union. Geld, das auch die Sechzger hätten gut gebrauchen können. Von den Toren mal abgesehen, Wood steht bei fünf Treffern für den HSV. Beides kritisierte nun Kult-Trainer Karsten Wettberg.

Karsten Wettberg kritisiert Bobby-Wood-Transfer

"Das Gerhard Poschner und Noor Basha zuließen, Bobby Wood in die Regionalliga zu schicken und für 800.000 Euro zu verkaufen", meinte der "König von Giesing" im Gespräch mit der AZ. Wettberg monierte: "Der ist jetzt 12 oder 13 Millionen Euro wert. Julian Weigl wurde für 2,1 Millionen Euro verkauft. Wenn mich der Thomas Tuchel anruft und sagt: Ich will den Weigl, sage ich: Fünf Millionen Euro Basis und wird er Nationalspieler, nochmal eine Million Euro und wenn ihr ihn weiterverkauft, wollen wir zehn Prozent."

Julian Weigl ging zum BVB

Auch Nationalspieler Weigl hatte die Löwen im Sommer 2015 verlassen, Borussia Dortmund zahlte kolportiert zwischen zwei und 2,5 Millionen Euro Ablöse. Mittlerweile ist der 21-Jährige laut transfermarkt.de satte 23 Millionen Euro wert. Sollten die Engländer künftig auf den Plan treten und um den BVB-Star werben, dürften noch höhere Summen im Spiel sein. Auch hier geht es um Geld, das sich die Giesinger entgehen ließen. Wettberg schüttelt da nur den Kopf, sagte: "Sowas kann man dem Hasan Ismaik dann auch nicht vorwerfen."

Das komplette Interview mit dem "König von Giesing" lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der AZ oder unter az-muenchen.de. Karsten Wettberg spricht darin über ein mögliches neues Stadion für die Sechzger, Fehler von Karl-Heinz Wildmoser und er kritisiert zwei Neuzugänge der Löwen.

 

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