Ex-Coach des FC Bayern Ehrung zum Abschied: Heynckes zum "Trainer des Jahres" gewählt

Verabschiedete sich mit dem Meistertitel beim FC Bayern: Jupp Heynckes. Foto: dpa

Der ehemalige Bayern-Coach Jupp Heynckes wurde zum "Trainer des Jahres" gewählt. Champions-League-Sieger Toni Kroos erhielt die Auszeichnung Deutschlands "Fußballer des Jahres", Dzsenifer Marozsan ist der weibliche Konterpart.

 

München - Ex-Bayern-Trainer Jupp Heynckes hat sich mit dem Titel "Trainer des Jahres" in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Das gab das Fachmagazin "kicker", das die Wahl seit 1960 durchführt, am Sonntag bekannt. Toni Kroos wurde zum ersten Mal in seiner Karriere zu Deutschlands "Fußballer des Jahres" gewählt, bei den Frauen gewann Dzsenifer Marozsan. Abgestimmt hatten insgesamt 475 Sportjournalisten.

Jupp Heynckes (91) Stimmen konnte sich ganz knapp bei der Wahl durchsetzen – der 73-Jährige erhielt nur zwei Stimmen mehr als Schalke-Tranier Domenico Tedesco. Niko Kovac, der Heynckes und Meister Bayern München im DFB-Pokal-Finale mit Eintracht Frankfurt entzaubert hatte und nun den Rekordmeister betreut, landete auf Rang drei (77).

"Ich freue mich sehr", sagte Heynckes: "Mein großes Kompliment gilt aber auch jenen, die nicht für mich gestimmt haben, weil es in der Bundesliga viele gute junge Trainer gibt, die diese Ehrung genauso verdient hätten –natürlich auch Christian Streich in Freiburg." Der Kult-Trainer der Breisgauer landete allerdings ebenso wenig wie Vorjahressieger Julian Nagelsmann unter den besten drei. Für Heynckes war es bei der Wahl, die seit 2002 durchgeführt wird, nach dem Triple-Jahr 2013 die zweite Auszeichnung.

Kroos ist Deutschlands "Fußballer des Jahres"

Kroos zu seiner Ehrung: "Es ist und bleibt eine schöne Auszeichnung. Fußballer des Jahres - das ist ein Preis, den man nicht so einfach bekommt - und vor allem auch nicht jeder." Unmittelbar vor ihm hatte diesen Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm erhalten – vermutlich als Auszeichnung für seine gesamte Karriere.

Die wird Kroos so schnell nicht beenden, schließlich befindet er sich mit 28 Jahren im besten Alter. Die Titelsammlung aus der bisherigen Laufbahn ist allerdings schon jetzt beeindruckend: Viermal triumphierte der Mittelfeldstar bereits in der Champions League, zuletzt dreimal in Serie mit den Königlichen. Zudem hat er unter anderem bereits die Klub-WM sowie jeweils dreimal den DFB-Pokal und die deutsche Meisterschaft gewonnen.

Kroos nannte die Auszeichnung "eine schöne Bestätigung für den Weg, den man als Fußballer gewählt und die Entscheidungen, die man dabei getroffen hat". Wenngleich er über den bisherigen Sommer mit Blick auf das frühe Aus des Weltmeisters im kicker meinte: "Die WM war natürlich eine Enttäuschung."

Bei der Wahl, die 1960 erstmals HSV-Legende Uwe Seeler gewonnen hatte und in Franz Beckenbauer den Rekordgewinner (vier) besitzt, setzte sich Kroos mit 185 Stimmen deutlich vor Nils Petersen vom SC Freiburg (39 Stimmen) und Naldo von Schalke 04 (38) durch.

 

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