Ex-BVB-Trainer Klopp zu Liverpool? - "Klopp of the Kops"

Viele englische Medien sind sich sicher, dass der ehemalige Dortmund-Trainer Jürgen Klopp bald den FC Liverpool trainieren wird. Foto: dpa

Liverpool erlebt den größten Hype seit den Beatles. Der Grund dafür ist Jürgen Klopp, den ganz England schon als kommenden Trainer des FC Liverpool sieht.

 

London/Liverpool - Die Titelseiten gehören ihm, die BBC macht ihn zum Topthema, und der weltgrößte Buchmacher nimmt keine Wetten mehr auf ihn an: Jürgen Klopp hat für den größten Liverpool-Hype seit den Beatles gesorgt. Es scheint fast so, als würde ganz England sehnsüchtig auf die Ankunft des Meistertrainers aus Germany bei den Reds warten - obwohl es nach SID-Informationen noch keinen persönlichen Kontakt zwischen Klopp und den FC-Verantwortlichen gegeben hat.

"Klopp of the Kops", titelte der Boulevardgigant Sun in Anspielung auf die berühmte Musiksendung "Top of the Pops" und die legendäre Liverpooler Fantribüne "The Kop". Ein ähnliches Wortspiel erlaubte sich der Mirror. "Jurgen Kop", schrieb das zweitgrößte Organ der Yellow Press, und ließ dabei - very british - den Umlaut in Klopps Vornamen einfach weg.

Zudem waren alle Zeitungen voll mit Fotos von Klopp. Das beliebteste Motiv war das, als der Trainer im August 2014 das berühmte Schild "This is Anfield" im Kabinengang des FC berührte - damals war er mit Borussia Dortmund zu einem Testspiel (0:4) in der Beatles-Stadt.

Wenn es nach den englischen Blättern, den Fernsehsendern, den Buchmachern, den Fans und den Liverpooler Ex-Profis geht, wird der 48-Jährige schon bald an diesen Ort zurückkehren. Alle gehen davon aus, dass Klopp die Nachfolge von Brendan Rodgers antreten wird. Der Nordire war am Sonntag nach dem enttäuschenden 1:1 (1:1) im Merseyside-Derby beim Stadtrivalen FC Everton als Teammanager entlassen worden.

In den Berichten ist Klopp die "erste Wahl" (BBC), "bereit für den Job" (Mirror) oder "der große Favorit, der unbedingt in England arbeiten will" (Daily Mail). Laut einigen Medien ist Klopp auf dem Weg zu Verhandlungen mit den US-amerikanischen Klub-Besitzern (Fenway Sports Group), andere sprechen bereits von einer bevorstehenden Einigung und einem möglichen Dreijahresvertrag.

Der weltgrößte Buchmacher Ladbrokes hält die Meldungen offenbar für zutreffend und nimmt keine Wetten mehr auf ein kommendes Engagement Klopps bei den Reds an. Das liegt auch daran, dass gleichzeitig Meldungen lanciert werden, wonach Trainer Pep Guardiola bei Bayern München verlängern wird und der deutsche Rekordmeister deshalb keine Option mehr für den früheren BVB-Coach sei.

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Dass sich Klopp derzeit eigentlich eine Auszeit vom Fußball nimmt, scheint niemanden zu interessieren. Der Deutsche soll so den früheren englischen Rekordmeister (18 Titel), der momentan nur auf dem zehnten Platz der Premier League rangiert, so schnell wie möglich zurück zu altem Glanz verhelfen.

"Jürgen Klopp ist sicherlich ein großartiger Trainer. Ich glaube, er hat in Dortmund bewiesen, dass er zu jeder Mannschaft der Welt passen kann", sagte Nationalspieler und Liverpool-Profie Emre Can der Welt.

Auch der frühere Reds-Profi Dietmar Hamann möchte Klopp bei seinem Ex-Klub sehen. "Sollte er bereit sein, es zu machen, wäre er für mich die ideale Lösung", sagte der Ex-Nationalspieler, der mit Liverpool 2005 die Champions League gewonnen hat, bei Sky. Ähnlich äußerte sich Karl-Heinz Riedle. "Der Klub würde zu ihm passen. Er kann was bewegen, die Emotionen sind ähnlich wie in Dortmund", sagte Riedle, der als Profi 1997 vom BVB nach Liverpool wechselte.

Nur nebenbei wird in England übrigens erwähnt, dass es noch andere Anwärter auf den Job gibt. Dazu gehören Carlo Ancelotti, Frank de Boer, Walter Mazzarri und etwas überraschend auch Jürgen Klinsmann.

 

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