Eurocup Basketball: Bayern gelingt Coup gegen Moskau

Spitzen-Basketball im Audi Dome: FC Bayern gegen Chimki Moskau. Foto: Rauchensteiner

Dem FC Bayern ist im Eurocup gegen Titelkandidat Khimki Moskau ein Überraschungserfolg gelungen.

 

München - In einer umkämpften Partie rangen die Münchner das russische Topteam am Ende mit 90:74 nieder. „Das ist unser größter und wichtigster Sieg im Eurocup bisher“, sagte Bayern-Coach Sasa Djordjevic hinterher. „Unsere Intensität in der Defense war der Schlüssel zum Erfolg. Das ist das, was ein Winner-Team braucht.“ Power Forward Danilo Barthel sagte: „Das war eine richtig geile Teamleistung.“

Die Gastgeber spielten sich vor allem im dritten und vierten Viertel phasenweise in einen Rausch. Bryce Taylor (15), Devin Booker und Vladimir Lucic (jeweils 14) erzielten dabei die meisten Punkte für den FCBB. Die Bayern sind, nach dem Auftaktsieg in Ulm, damit mit zwei Siegen in die Top-16-Runde gestartet.

"Unser Spiel sollte auf Einsatz, Hingabe und Physis basieren. All das hat uns jedoch im ersten Viertel gefehlt", sagte Trainer Sasa Djordjevic über den schwachen Start des Bundesligisten, freute sich andererseits aber über die Wirkung seiner Halbzeitansprache: "Wir haben defensiv dann ein völlig anderes Spiel gezeigt und hatten die nötige Intensität."

Die Bayern dominierten das Spitzenteam in der zweiten Hälfte (52:33) und siegten am Ende so klar gegen den Titelgewinner von 2015, dass auch die Chancen für den Gewinn des eventuell entscheidenden direkten Vergleichs gut stehen.

In der Tabelle führen die Münchner als einziges Team mit zwei Siegen vor dem nächsten Gegner Lietkabelis Panevezys/Litauen, Moskau (beide 1:1) und Bundesliga-Konkurrent ratiopharm Ulm (0:2). Fünf Bayern-Spieler punkteten zweistellig, Djordjevic hob aber besonders Vladimir Lucic hervor: "Lucic hat uns heute ins Spiel gebracht, er hat auf beiden Seiten des Courts einen guten Job gemacht, aber es war vor allem ein Teamsieg."

Bei den Moskauern herrschte nach der Enttäuschung dicke Luft, Trainerlegende Dusko Ivanovic war sauer auf sein Team. "Wir haben nur noch den freien Drei-Punkte-Wurf gesucht, waren zu eigensinnig", kritisierte der Montenegriner: "Unsere Defensive war nicht auf dem Niveau, um hier heute zu gewinnen. Bayern hat heute über 40 Minuten Intensität gezeigt, das haben wir nicht getan."

In der Top-16-Runde kommen zwei Teams aus jeder der vier Vierergruppen weiter. Sollten die Bayern am Mittwoch (20.00 Uhr) zu Hause auch Panevezys schlagen, sieht es sehr gut aus.

 

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