Euphorie am Viktualienmarkt Marktsprecherin: "Wir sanieren jetzt jede Hütte"

Dass der Viktualienmarkt einzigartig ist, beweisen die vielen Touristen und Einheimischen, die dort täglich einkaufen. Foto: dpa

Aufatmen am Viktualienmarkt: Nachdem Oberbürgermeister Dieter Reiter den Abriss der Marktstandl am Wiener Platz gestoppt hat, sind nun auch die Händler auf dem Viktualienmarkt voller Euphorie.

 

München -  Alles begann mit einem Gutachten des TÜV Rheinland, der der Stadt München den Abriss der alten Standl auf dem Viktualienmarkt empfohlen hat. Uber die Zukunft des Viktualienmarkts, dessen Standl in die Jahre gekommen sind, ist bislang aber noch gar nichts entschieden. Erst gegen Ende des Jahres will das Kommunalreferat über die weiteren Entwicklungen informieren.

Die Standlbetreiber kümmert dies wenig, denn sie feierten bereits am Donnerstagmorgen auf dem Viktualienmarkt. "Wir sind trotz des Regens in Hochstimmung", sagte Elke Fett, die Chefin der Interessengemeinschaft der Viktualienmarkthändler (IGV), gegenüber der Süddeutschen Zeitung. "Damit ist der Abriss auch auf dem Viktualienmarkt vom Tisch."

Standler am Wiener Platz als Vorreiter

Die Standler am Wiener Platz hätten den Kopf hinhalten müssen, sie seien die Vorreiter gewesen, sagt Fett. "In Haidhausen sollte die Generalprobe passieren. Und dann wollten sie uns abreißen." Eine Sprecherin von Reiter betonte jedoch, dass die Notbremse von Haidhausen nicht als Zeichen für eine Vorentscheidung zu sehen ist. Aber eines habe der OB schon bewiesen: Das historische Münchner Stadtbild liegt ihm am Herzen.

So wird derzeit auch geprüft, ob der Viktualienmarkt nicht sogar als Weltkulturerbe in Deutschland gelte. Und wie geht's nun weiter? "Wir sanieren jetzt jede Hütte", sagt Marktsprecherin Elke Fett in der SZ.

 

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