EU Es geht um alles!

Der AZ-Chefreporter Matthias Maus über die Politik jenseits der Euro-Rettung. Foto: Ronald Zimmermann

Der nächste EU-Gipfel ist verschoben. Ob es dabei bleibt, ist ebenso unklar wie die Frage nach dem Warum. Klar scheint nur: Außer der Euro-Rettung scheint es nicht mehr viel zu geben, womit sich Europas Regierungen derzeit beschäftigen.

 

Merkel und Sarkozy, mal mit, mal ohne die anderen Partner, mal mit, mal ohne Top-Banker, man könnte den Eindruck bekommen, es gebe kaum etwas anderes zu tun, als über Europa zu reden. Dieser Eindruck ist natürlich falsch, und er ist zugleich richtig. Tatsächlich bleibt ein Menge liegen, das der Aufmerksamkeit auch einer Regierungschefin bedarf. In der Familienpolitik braucht es ein Konzept gegen den Geburtenrückgang. In der Rentenpolitik ist nicht klar, wie die Alterssicherung finanziert werden soll. Das Megathema Pflege wächst trotz Banken- und Euro-Krise unaufhaltsam.

Am Großkomplex Bildung entscheidet sich die Zukunft einer ganzen Gesellschaft, da sind sich alle einig: Nur wie geht es jetzt weiter damit? Und was ist mit der Bundeswehrreform? Wie steht’s um den Atomausstieg? Die Umwelt, steht nach wie vor ganz vorne auf der Liste der wichtigsten Themen für die Bundesbürger. Aber alles ruht. Warum? Weil es bei der Euro-Rettung um Geld geht, um das Geld, ohne das keines dieser Themen vernünftig gestaltet werden kann. Es geht tatsächlich um alles, wenn es um Europa geht.

 

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