ESC - Vorentscheid Neuwahlen? Netz debattiert über LaBrassBanda

In den sozialen Netzwerken wird heiß diskutiert über den zweiten Platz für LaBrassBanda beim ESC-Vorentscheid. Die einen fordern Neuwahlen, andere sind froh, dass die Bayern nicht für Deutschland nach Schweden fahren.

 

München – Die Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest hat am Freitag im Netz für lebhafte Debatten gesorgt. Die aus Bayern stammende Gruppe LaBrassBanda war am Vorabend auf dem zweiten Platz gelandet. Nach Ansicht vieler Fans hätte sie aber den Spitzenplatz verdient gehabt. Schon kurz danach wurde bei Facebook die Seite „Revote-labrassbanda für Malmö“ gegründet, auf der eine neue Abstimmung gefordert wird. Bis Freitagnachmittag sammelte sie bereits über 5500 „Gefällt mir“-Angaben.

Auch auf der Facebook-Seite der Band selbst tat sich einiges: Innerhalb von 16 Stunden posteten die Fans mehr als 1700 Kommentare. „Die Jury hat natürlich die Punkte wieder mal nur an die Bands gegeben, die am bekanntesten, am öftesten in den Charts und am schlechtesten sind!“, empörte sich User Sebastian Ho. Andere bestärkten die Band, wie Sonja Saberi: „Ihr hättet Deutschland super vertreten mit deutschem Gesang und tollen Instrumenten! Schade.“

Carsten J. Benner suchte nach einem Weg, die Oberbayern doch noch nach Malmö zu schicken: „Hat Cascada nicht einen Doktortitel, den man ihr aberkennen könnte?“, spielte er auf den Rücktritt von Bundesbildungsministerin Annette Schavan an. Denn der Titel „Glorious“, mit dem Siegerin Cascada antreten wird, ähnelt dem Gewinnersong des Vorjahres, „Euphoria“ von der Schwedin Loreen.

Auch auf Twitter wurde heftig diskutiert. #usfm (unser Song für Malmö), #esc und #cascada waren die häufigsten deutschen Hashtags. Dabei fanden sich auch kritische Stimmen zum Auftritt von LaBrassBanda: „Gestern war leider mehr Fremdschämen als Euphorie angesagt“, meinte User Jannis Mainczyk. Twitterer Mon Ja hätte keine Chance für die Band in Malmö gesehen: „Mit LaBrassBanda wären wir erst recht letzter geworden.“

Stefan Dettl, Frontmann der Band, nahm die Entscheidung vom Vorabend gelassener auf als die User in den Sozialen Netzwerken. Auf seiner Facebook-Seite dankte er seinen Fans und den Organisatoren und Mitarbeitern des Vorentscheids. Seine Bewertung des Vorabends: „Leck mich am Arsch hat das Spaß gemacht!“

 

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