Am Dienstagabend bekommt Bastian Schweinsteiger sein wohlverdientes Abschiedsspiel mit und gegen den FC Bayern. Vorher wirft sein Ex-Trainer Jupp Heynckes noch einen Blick zurück auf das historische Jahr 2013 - und einer berauschenden Party-Nacht mit seinem Schützling.

München - "Bastian konnte auch feiern", sagt Jupp Heynckes im AZ-Interview und lacht dabei. Kein Wunder, er hatte auch genug Übung darin: acht Meisterschaften, sieben Pokalsiege, zwei Ligapokalsiege und zwei Superpokalsiege stehen in seiner Vita - und das nur auf nationalem Parkett.

"2013 hat man das gesehen, bei vielen anderen Spielern genauso", erinnert sich Heynckes zurück an das historische Triple-Jahr. Damals pflügten die Münchner durch die Bundesliga, waren vom ersten bis zum letzten Spieltag Tabellenführer. Im Champions-League-Finale wurde Borussia Dortmund niedergerungen, eine Woche später machten die Bayern das Triple mit einem 3:2-Sieg im DFB-Pokalfinale perfekt. "In Berlin hatte sich die Mannschaft damals nach dem Finale um eine passende Location für die Triple-Party gekümmert", erzählt Heynckes.

Heynckes: "Es war eine traumhafte Nacht"

"Sie wollten dem Alten, mir, nochmal einen schönen Abschied bereiten. Also bin ich mitgekommen in diese Berliner Diskothek, es war eng, stickig und richtig laut. Und trotzdem war es eine traumhafte Nacht mit meinen Spielern", erinnert sich Heynckes.

Schweinsteiger sei seinerzeit einer der wichtigsten Garanten für den Erfolg gewesen. "Bastian war in dieser Mannschaft einer der führenden Spieler, wie auch Philipp Lahm, Manuel Neuer, Thomas Müller, Franck Ribéry und Arjen Robben. Es gab damals viele Führungsspieler, das war unsere große Stärke", sagt Heynckes.

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Am Montag wurde der mittlerweile 34-Jährige für seine herausragende Karriere mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet, am Abend gab es sogar noch die Einführung in die Hall of Fame der Bayern. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge würdigte vor dem offiziellen Abschiedsspiel von Schweinsteiger mit seinem aktuellen Verein Chicago Fire am Dienstag (20.30 Uhr/RTL) in der Münchner Arena gegen den FC Bayern dessen Verdienste für den Rekordmeister. "Er hat alles gewonnen, was die Fußballwelt zu bieten hat. Und er ist bei den Leuten einfach beliebt. Er war immer Mister Bayern", sagte Rummenigge. Präsident Uli Hoeneß sagte: "Wenn man ihn gebraucht hat auf dem Platz, war er da."


Lesen Sie am Dienstag das komplette Interview mit Jupp Heynckes in der Abendzeitung und was die Trainer-Legende seinem langjährigen Schützling Bastian Schweinsteiger mit auf den Weg gibt.

Im Video: Bastian Schweinsteiger erhält den Bayerischen Verdienstorden