"Es muss ein Ende mit Schrecken her" "Katzenbuckelei": Ex-Präsident Mayrhofer tritt aus dem Verein aus

Kein Mitglieder mehr im Verein: Ex-Präsident Gerhard Mayrhofer. Foto: sampics/Augenklick

Der ehemalige Löwen-Präsident Gerhard Mayrhofer ist einem Medienbericht zufolge aus dem Verein ausgetreten. Der frühere Oberlöwe hat genug von der Posse um Investor Hasan Ismaik, die ihn im vergangenen Sommer bereits zum Rücktritt bewegt hatte.

 

München -  Ausschlaggebend für den Austritt Mayrhofers sei der Dank Vereinsverantwortlicher an Investor Hasan Ismaik gewesen, der kürzlich die Verlängerung seiner Darlehen und die Sicherung der Lizenz für die Saison 2016/17 zugesichert hatte. "Da hat es mir völlig gereicht, es wird mit dem gleichen Kasperltheater weitergehen, das macht keinen Sinn. So lange Herr Ismaik und Herr Basha (Ismaiks Cousin und 1860-Geschäftsführer  d. Red.) in diesem Verein sind, bin ich nicht mehr in diesem Verein", sagte Mayrhofer der "SZ".

Mayrhofer glaube nicht, dass es sich bei der Zusicherung wirklich um einen Durchbruch handle. Ismaik hatte seine Unterstützung schließlich an Bedingungen geknüpft: "Ich befürchte, dass die Zusagen an Bedingungen geknüpft sind, die der Klub nicht erfüllen kann", so der Ex-Präsident.

Die Bemühungen seines Nachfolgers Peter Cassalette, mit Ismaik auf Kuschelkurs zu gehen, könne er nicht gutheißen - im Gegenteil: "Das Verhalten des e.V. finde ich unerträglich, ich kann mit so einer Katzenbuckelei nichts anfangen." Der Klub habe "in dieser Konstellation keine Zukunft mehr", glaubt er.

Stattdessen solle sich der e.V. "hinstellen und zu Ismaik sagen: Es ist jetzt Schluss mit lustig, du kannst gehen. Es muss ein Ende mit Schrecken her." In anderen Worten: Mayrhofers würde wohl auch die dann drohende Insolvenz in Kauf nehmen.

 

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